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Totale Dominanz (BVB)

Poeta_Doctus, Lands Between, Sonntag, 01.11.2020, 01:47 (vor 2181 Tagen) @ Nietzsche

Es ist schon erstaunlich, wie sehr sich der Systemwechsel auf allen Dimensionen unseres Spiels ausgewirkt hat.


Nein, das stimmt nicht. Das liegt nicht am Systemwechsel. Wir haben vorher nie so gespielt. Da haben wir uns schön passiv zurückgezogen und dem Gegner alle Möglichkeiten gegeben, sich Selbstvertrauen und Sicherheit zu holen.
Wir könnten auch mit einer Dreierkette so auftreten.

Ich bin geneigt, da zuzustimmen. Wir haben ja auch vorher unter Favre ja schon mal 4er-Kette gespielt. So ein hohes und gutes Pressing hatten wir da nie. Weil das nicht der Ansatz war.
Aber das hat zuletzt so auch einfach kaum mehr Sinn ergeben (mal ganz aus Laiensicht natürlich):
Man kann sich in der Defensive ja durchaus tief fallen lassen und die Räume verdichten, erstmal absichern. Machen ja durchaus auch viele andere Mannschaften. Aber dann muss man sich doch auch, wenn der Ball dann erobert hat, schnell nach vorne spielen und die so entstehenden Räume nutzen. Wir haben dann aber i.d.R. das Kurzpassspiel beibehalten und langsam wieder von hinten aufgebaut und uns so langsam Richtung gegnerischen Strafraum bewegt. Und dann oft da den Ball verloren und das ganze Spiel noch mal: Rückzug nach hinten, verteidigen, langsam wieder nach vorne.
Wenn man schon auf Kurzpassspiel und Dominanz im Ballbesitz Wert legt, macht es in meinen (wie gesagt, Laien-)Augen deutlich mehr Sinn, den Ball möglichst Hoch wieder zu gewinnen, um den Druck auf den Gegner aufrecht zu erhalten und sich auch einige Laufwege zu sparen. Abgesehen davon, dass ich diese Art zu verteidigen auch vom Fußballästhetischem deutlich bevorzuge.


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