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Der BVB - SC Freiburg - Analysethread (BVB)

fallrückzieher, Samstag, 03.10.2020, 20:25 (vor 2205 Tagen) @ pactum Trotmundense
bearbeitet von fallrückzieher, Samstag, 03.10.2020, 20:30

Man vergleicht sich halt gerne mit Bayern(mit wem auch sonst?) und die hätten nicht 30 Minuten gebraucht für den ersten Torschuss. So was kann dann halt schon sehr frustrierend sein als Zuschauer.


Und genau dieser Vergleich ist sauschwach. Wir sollten uns mit Teams vergleichen, die näher an unserem Etat dran sind als wir an dem Etat der Bayern.

Ich verstehe nicht warum man immer auf die Bayern starrt. Es lebt sich viel friedlicher, wenn man akzeptiert, dass die Vögel da unten sich nur selbst schlagen können. Wir sollten uns mehr auf die Clubs konzentrieren, die uns gefährlich werden können. Der Rest kommt durch konsequente Arbeit von selbst.

Es braucht doch keinen Vergleich zu Bayern München, um es enttäuscht zu betrachten, wenn wir in einem Heimspiel gegen den SC Freiburg in den ersten 30 Minuten keinen (!) vernünftigen Angriff hinbekommen.

Anstatt ständig auf die Budgetunterschiede zwischen uns und Bayern zu starren, sollte man sich mal die Unterschiede zwischen uns und Teams wie Augsburg, Freiburg und den meisten anderen Teams in der Liga betrachten. Wir gehen in diese Duelle regelmäßig mit völlig ungleichen Waffen und deshalb reicht uns regelmäßig auch eine durchschnittliche Leistung wie heute, um die Spiele zu gewinnen.

Entscheidend ist doch die Frage, ob es uns gelingt, die Ausrutscher gegen die Kleinen zu minimieren, Konstanz in die Leistungen zu bekommen und zugleich in der Lage zu sein, gegen stärkere Teams (CL, Bayern) auch mal über uns hinaus zu wachsen. Und da gibt es hier dann eben zwei Haltungen: Die eine Fraktion hält die vorgenannte Entwicklung mit unserem Kader und unserer Altersstruktur für schwierig und hält Favre fur einen Trainer, der uns die CL-Teilnahme ziemlich sicher gewährleistet und zugleich die großen Talente entwickelt.
Die andere Fraktion (zu der ich mich zählen möchte) glaubt, dass wir mit Favre die PS des Kaders nicht komplett auf die Straße bekommen und wir einen Trainer bräuchten, der unabhängig von Platzierungen unser Potenzial besser ausreizt. Diese Fraktion würde sich dann regelmäßig auch einen aktiveren Fußball mit stärkerem Fokus auf Pressing und Gegenpressing wünschen. Da beide Haltungen ja vermutlich das Beste für den BVB wollen, sollten wir hier einfach beide Sichtweisen respektieren.


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