Willkommen im BVB-Forum

Der BVB - SC Freiburg - Analysethread (BVB)

Didi, Schweiz, Samstag, 03.10.2020, 19:01 (vor 2205 Tagen) @ CHS

Grad ein Feuerwerk war es ja nicht in den ersten 30 Minuten, aber mein Eindruck war, dass Freiburg halt auf zwei Gründen 4-3-3 spielte: Einerseits, um unsere IV im Aufbau hart zu pressen (was bei Akanji 45 Minuten bedenklich Wirkung zeigt) und andererseits aber eben auch um bei eigenen Ballverlusten rasch wieder 7 Mann hinter dem Ball zu haben: 4 von der Viererkette und zwei Mittelfeldspieler.

Und dies klappte ordentlich, wurde aber auch begünstigt durch unser eher träges Umschalten. Dass schnelles Umschalten aber ja wohl eher nicht prinzipiell verboten ist, zeigen dann ja die Fakten recht klar: gegen Gladbach resultiert der Elfer zum 2:0 und das 3:0 aus einem Konter, heute sind es zwei Tore nach schnellen Gegenangriffen.

Ich habe schon etwas Mühe damit, wie viel und wie rasch sich hier Unmut breit macht. Wir wurden nun zwei Mal Zweiter und schiessen daheim fast schon im Regelfall 3-4 Tore. Da muss doch wegen zögerlichen 30 Minuten nicht wieder die grosse Keule ausgepackt werden.

Und dass dann jeder verpasste Umschaltszene gleich monokausal mit der "geduldigen" Ausrichtung des Trainers erklärt wird, ist doch auch Banane.

Aber es hat sich so eingespielt: Verlieren wir, war der Trainer der Bock, gewinnen wir, haben wir es trotz Trainer geschafft. Und klar, wenn wir mit 4 Offensiven (17, 17, 19, 19) in Augsburg bei 90 Minuten Feld-Überlegenheit kein Tor erzielen, dann war es primär die eigene Einstellung und die kommt natürlich auch vom Trainer.

Dabei scheint es mir persönlich ja recht offensichtlich, dass ein Reyna und ein Bellingham gegen die 87kg-Kaliber noch Schwierigkeiten haben und dass Haaland noch Mühe bekundet, sich in ein Kombinationsspiel einzubinden und auch dass ein Hakimi fehlt. Aber wer will denn da analytisch in die Tiefe gehen - es ist doch bloss die Einstellung, stupid!


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: