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Die Exzesse des Systems Profifußball (Fußball und Sport allgemein)

burz, Lünen, Freitag, 24.04.2020, 23:47 (vor 2080 Tagen) @ markus

Das durchschnittliche finanzielle Polster eines Fußballspielers dürfte groß genug sein,um vorerst auf Einsätze im Profifußball zu verzichten. Muss man Fußballspieler tatsächlich vor sich selbst schützen?


Man schützt gerade die gesamte Menschheit vor sich selbst. Warum sollten Fußballspieler nicht genauso geschützt werden, wie der Rest der Bevölkerung?

Man schützt in erster Linie die Allgemeinheit. Wenn man Ansammlungen von Jugendlichen nicht toleriert,dann vor allem,weil dadurch Unbeteiligte Dritte infiziert werden könnten.

Viel entscheidender ist für mich aber die Frage,wie wahrscheinlich tatsächlich Infektionen im Kontext eines Spiels sind,wenn in schöner Regelmäßigkeit getestet wird. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein Spieler im privaten Umfeld bei seinem nicht getesteten Viertklässlersohn ansteckt ist doch viel größer als bei seinem ebenfalls getesteten Gegenspieler.


Der Test kann noch negativ sein, während man selbst bereits ansteckend ist. Und wenn ein Spieler von seinem Viertklässlersohn angesteckt wird (wie kann das überhaupt sein? Ich dachte Kinder seien Coronafrei?), dann können die Viren sich während eines Spiels weiterverbreiten.

Das Problem ist: Wie willst du Fußball mit Sicherheitsabständen spielen? Wie mit Masken? Das sind ab Montag die beiden wesentlichen Sicherheitsmaßnahmen, die bei einem Fußballspiel gar nicht umgesetzt werden können.

Man ist offensichtlich am Tag vor den ersten Symptomen am ansteckendsten. Ich habe noch nicht gelesen,dass es in diesem Stadium eine große Anzahl falsch negativer Tests geben kann. Falsch negative Tests gab es hingegen,wenn das Virus vom Rachen in die Lunge gewandert ist.

Ersetze Viertklässler durch arbeitende Freundin oder was auch immer. Ich glaube mein Punkt dürfte klar geworden sein. Dass eine nicht getestete Kontaktperson eines Spielers positiv ist,ist deutlich wahrscheinlicher als ein anderer getesteter Spieler.

Sicherheitsabstände wird es natürlich nicht geben. Dass diese Ungleichbehandlung kritisiert wird,kann ich nachvollziehen. Davor dürfte man selbstverständlich nicht die Augen verschließen. Die DFL müsste diese Sonderrolle klar anerkennen und irgendeine Form des sozialen Ausgleichs schaffen,der ohne die weiter fließenden Fernsehgelder nicht möglich wäre.


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