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Am 2. Mai geht es um die Existenz von Schalke 04 (Fußball und Sport allgemein)

Chappi1991, Mittwoch, 15.04.2020, 18:42 (vor 2092 Tagen) @ Tigo

Was würde eine Ausgliederung überhaupt bringen, wenn man 200 Mio € Verbindlichkeiten hat ?

Eine Milliarde. :P

So richtig sehe ich auch nicht die große Idee, warum ein Investor in den Laden investieren sollte. Netto ist das Ding ungefähr gar nichts wert, wenn man ehrlich ist. Wenn da einer 25 oder 50 Millionen reinsteckt, dann verdampft das doch augenblicklich. Man müsste schon richtig investieren, um so erfolgreich zu sein, dass man den Wert der Marke auch wirklich nutzbar machen könnte und auch Geld verdient.

Ansonsten ist es ein Liebhaberding. Höchstens noch für Sponsoren interessant, sich enger zu binden. Wenn ich da aber die Entwicklung sehen, haben sie in den letzten Jahren eher Big Player verloren (Adidas) als gewonnen. Im Falle der Blauen ist es daher eher so, dass der Club ein größeres Interesse haben müsste, sich an Sponsoren zu binden als anders herum. Daher wäre viel Goodwill dabei, wenn sich die Sponsoren einkaufen. Und das dann sicher nicht zu Höchstpreisen.

Was ich im Block so gelesen habe, mein Gott. 80 Millionen für 8 Prozent der Anteile, das jeweils an drei oder vier Sponsoren verkaufen. Mein Gott.

Da wird KPMG außerdem zitiert mit einem Wert von 765 Millionen. Der BVB kam da auf einen Wert von 1085 Milionen. Zu der Zeit hatte der BVB eine Marktkapitalisierung von 728 Millionen. Heute sind es noch 583 Millionen. Also ungefähr die Hälfte des Wertes von KPMG. Und wenn ich das mal auf die Blauen übertrage, bin ich bei rund 380 Millionen, die der Laden brutto aktuell wert ist. Das halte ich für einen realistischeren Wert in der aktuelle Situation. KPMG ermittelt natürlich nur den Bruttowert des Clubs. Das heißt, dass die Verbindlichkeiten nicht berücksichtigt sind. Zieht man die blauen Nettoverbindlichkeiten ab, dann landet man bei guten 200 Millionen. Heißt, man könnte zum Beispiel 50 Millionen für 25 Prozent verlangen.

Das ist ein Wert, zudem man als Investor auch realistisch einsteigen könnte, sofern man sich sicher ist, dass der Laden wirklich nicht gegen die Wand fährt. Aus meiner Sicht ist das für den Club aber zu wenig, um einen echten Turnaround durch dieses frische Geld auszulösen. Gerade jetzt in der Coronakrise ist das Geld doch ganz schnell weggefressen. Und selbst wenn nicht, davon kann man vielleicht einen Spieler holen und dann noch 10 bis 20 Prozent der Nettoverbindlichkeiten abbauen. Substanziell ist das nicht. Und jeder höhere Preise wäre aktuell imho Liebhaberei.


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