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GE nicht prognostizierbar (Fußball und Sport allgemein)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Dienstag, 14.04.2020, 11:47 (vor 2090 Tagen) @ Invis
bearbeitet von FourrierTrans, Dienstag, 14.04.2020, 11:51

Geld genug ist ja im System, um Spieler mit Mondgehältern zu versorgen. Aber nicht, um für Krisensituationen einen Puffer anzulegen?


Das ist das Problem. Das Geld ist eben nicht im System sondern bei den Spielern und Beratern. Vereine können es sich in diesem System schlichtweg nicht leisten, so viel Geld für eine nie dagewesene Katastrophe auf die Bank zu legen und weniger werden zu lassen. Zumindest nicht, wenn man sich nicht mittelfristig in die Kreisliga herunterkämpfen will.
Das System Fußball ist das Problem.

Das "Puffer anlegen" Argument ist ein bisschen wie, wenn ihr kein Geld habt, dann kauft euch doch Eigentum und sparrt euch die Miete.


Ja ok, sehe ich dann halt anders und der Vergleich passt für mich überhaupt nicht.

Für mich gehören Spieler und Berater zum System dazu. Und wenn für alle Vereine die gleichen Verpflichtugnen gelten würden, würde eben ein gewisser Teil des im Sytem verfügbaren Geldes nicht an Spieler und Berater wandern und danach wieder aus dem System fließen. Sofern ein solcher Notfall nicht eintritt müssse das ganze sowieso nur einmalig zurückgelegt werden und danach wäre der jährliche Betrag nur noch die Differenz zum Vorjahr (sofern die Ausgaben ansteigen) sowie gewisse Inflationsausgleiche.

Vereinfacht gesagt würde dann halt ein Verein die nächsten 5 Jahre 20% der Fernseheinnahmen in diesen Puffer legen, um ihn aufzubauen und danach jedes Jahr 5%. Dieses Geld könnte dann halt nicht für Transfers (sofern ein Verein da negative Salden hat, sonst ist es ja nur hin- und hergeschiebe im System) oder zusätzliche Gehälter ausgeggeben werden. Das Geld IST ja da. Nur wurden halt in den letzten Jahren die Zusatzeinnahmen durch TV und sonstige Einnahmensprünge der Vereine direkt in eine bestimmte Richtung weitergeleitet. Soweit ich weiß zwingt die Vereine aber niemand dazu, dass mit 100% der Einnahmen zu tun. Man macht es halt, um irgendwie die besten Spieler ergattern zu können. Oder um den nächsten mittelmäßigen Bundesligaspieler mit 5 Mio pro Jahr zu bezahlen.

In welcher Form das dann vorgehalten wird, sollen Finanzexperten beurteilen. Mir ging es nur darum, dass es eben kein gegebens Gesetz ist, dass ein Großteil der Einnahmen nur dazu verwendet werden muss, um Millionengehälter weiter nach oben zu treiben und eben nicht auch für andere Zwecke verwendet werden kann. Zumal es teilweise auch einmalige Effekte wären.

Klar ist natürlich, dass das Ganze auch zum Teufelskreis wurde im Fußball, weil man es ja "mitgehen muss". Man kann ein System so aufbauen. Ist quasi so, als wenn ein Unternehmer jedwede Einnahmen direkt wieder investiert. Darf eben nicht viel schiefgehen, wenn doch, dann kracht es.


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