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SZ - Gute Zeiten für ein Königsspiel (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 16.09.2019, 10:02 (vor 2442 Tagen) @ Klopfer

... Lieber so lange den Ball spielen, bis man ein Mal aus einer wirklich guten Situation heraus aufs Tor schießen kann, statt fünf Mal von außerhalb des Strafraums einen auf den Kasten hauen.


Genau das zeigt aber auch das Problem dieses Ansatzes.
Wenn der BVB gegen einen Gegner spielt, der zwei Viererketten vor dem eigenen Strafraum aufbaut und gar nicht daran denkt, das ganze Spielfeld zu besetzen, dann hat dieser zur Folge, dass man schließlich selbst bei 70% Ballbesitz liegt und nicht viel Zählbares dabei rauskommt.
Die Favre-Strategie ist sehr effizient bei Mannschaften, die die Spielführung übernehmen wollen, gegen Betonmischer würde ich mir allerdings etwas mehr Variabilität in Richtung Gegenpressing wünschen.

SGG
Klopfer

Gegen solche Gegner wird man es mit jeder Spielweise schwer haben.

Mit der Saison 12/13 begann zunächst schleichend, dann stärker werdend der Prozess, dass sich gegnerische Mannschaften defensiv immer effektiver auf den kloppschen Pressing-/Gegenpressingfußball einstellten. Bei ‚mitspielenden‘ Teams war dies weniger relevant, weil immer noch genügend Möglichkeiten gerade des Gegenpressings in den gefährlichen Räumen zentral zum Tor des Gegners (wo der Weg zum Tor am kürzesten ist) vorhanden waren. Aber insbesondere ohnehin eher defensiv orientierte Teams begannen, sich sehr tief und sehr kompakt im Verteidigungsdrittel aufzustellen. Und zwar derart kompakt und raumeinengend vor allem in den zentralen Räumen vor dem eigenen Tor, dass dort ein Gegenpressing gar nicht mehr möglich wurde. Die Hinrunde der letzten Kloppsaison war bei diesen Teams in den Spielen gegen uns dadurch gekennzeichnet, dass unser Gegenpressing in für den Gegner ungefährliche Räume August den Außen abgeleitet wurde. Mitunter reichte dann ein, zwei Konter, um uns eine Niederlage beizubringen.

Klopp begann dieses Problem erst mit der Winterpause zu lösen, indem er sich auf das rückbesann, was sein Team bereits in der zweiten Meistersaison unter ihm nach einer missglückten Anfangsphase wieder allmählich in die Erfolgsspur zurückbrachte: Die Verbesserung des Ballbesitzspiels. Unter Klopp war unser Ballbesitzspiel nie besser als in der Rückrunde der Saison 11/12, beginnend mit den Änderungen in der Hinrunde. Gerade in Spielen gegen eher destruktiv agierende Teams spielten wir geduldig (!), zerspielten die Gegner. Das war nicht immer spektakulär, aber effektiv. Warum Klopp diesen eingeschlagenen Weg mit der darauffolgenden Saison nicht weiterverfolgt hat und sich wieder stärker auf die Pressing-/Gegenpressingelemente fokussiert hat in der Ausrichtung des Teams, kann bis heute nicht nachvollziehen. In der Rückrunde 14/15 tat er es mit Erfolg und Tuchel konnte darauf in seiner ersten Saison aufbauen.

Dass wir gegen entsprechend auftretende Teams auch unter Favre Probleme haben, ist offensichtlich. Diese Teams agieren auch immer geschickter in ihrer Defensivausrichtung. Ob man es nun gerne sieht oder nicht, solche Teams müssen mit Geduld und hochbleibender Konzentration zerspielt werden. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist eine schnelle und präzises Ballzirkulation, in der alle in Bewegung bleiben. Dem entsprechenden Passspiel kommt dabei überragende Bedeutung zu. Und das ist nicht immer auf dem erforderlichen Niveau.


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