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Man wird nicht Meister nur weil man das als Ziel ausruft (BVB)

Will Kane @, Saarbrücken, Freitag, 11. Januar 2019, 10:15 (vor 159 Tagen) @ Schnippelbohne


Sehe ich auch so. Wenn man bei den Interviews in Marbella genau hinhört, haben die Spieler die Chance doch schon längst erkannt und steuern das Ziel auch an. Bürkis vorläufiger Verzicht auf die Schweizer Nati kommt ja auch nicht von ungefähr.

Alles andere wäre auch aus der spezifischen Perspektive eines Berufssportlers unprofessionell und aus der generellen Sicht eines Sportler fragwürdig. Einen Wettkampf trete ich an, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Im Verlaufe eines Wettkampfs kann sich aufgrund diverser Umstände dieses bestmögliche Ergebnis relativieren. Die Situation nach der Hälfte der Spielzeit lässt hinsichtlich dieses bestmöglichen Ergebnisses allerdings keine Relativierung nach unten zu. Wenn eine Chance vorhanden ist, dann muss sie auch genutzt werden. Wenn nicht jetzt, wann dann?

Mich ärgert sogar ein bisschen, dass die drölfzig Meisterschaften der Bayern in der öffentlichen Wahrnehmung dazu geführt haben, dass sie diesen Anspruch selbstverständlich immer ausrufen dürfen (siehe jetzt die Schlagzeilen "Kampfansage an den BVB", "Wollen den BVB unter Druck setzen"), während beim BVB die gleichen Äußerungen immer noch eher als Größenwahn gewertet würden. Ich kann Aki durchaus verstehen, dass er keinen Bock darauf hat, jetzt so Ansagen zu machen, um sich die dann am Saisonende, wenn's schief geht, wieder auf's Brot schmieren zu lassen. Aber schade ist es schon, dass nur die Bayern sich schadlos selbst zum Titelanwärter küren dürfen.

Seit die Bayern 1965 in die Bundesliga aufgestiegen sind, spielen sie in fast jeder Saison um die Meisterschaft mit. In einzelnen Spielzeiten mag das mal anders gewesen sein; längere Phasen, in denen die Bayern mit dem Ausgang der Meisterschaft nichts zu tun hatten, gab es vielleicht nur eine Mitte/Ende der 70er. Und auch diese Phase dauerte nicht lange. Ein gewisser Uli H. übernahm das Szepter und wie sich die Entwicklung danach ähnlich gestaltete ist bekannt. Gladbach, HSV, Werder, BVB - diese Clubs galten in bestimmten Phasen der Bundesliga als ebenbürtige Konkurrenten der Bayern. Von Dauer war das aber nie. Diese Clubs verloren ihre Stellung als Meisterschaftsanwärter, die einzige diesbezügliche Konstante blieben die Bayern. Sie haben immer wieder gezeigt, dass sie nach einer nicht gewonnenen Meisterschaft in der nächsten oder übernächsten Saison am Ende wieder ganz oben stehen werden. Die Bayern würden sich aufgrund ihrer Leistungen und Ergebnisse der Vergangenheit, ihrer jeweils aktuellen Stärke und ihrerseits Zukununftspotentials infolge ihrer wirtschaftlich-finanziellen Möglichkeiten geradezu lächerlich machen, wenn sie nicht zu Beginn einer jeden Saison die Meisterschaft als Ziel ausgeben würden. Auch wenn sie einmal eben nicht Meister werden. Eine solche Ausgangslage hat in der Bundesliga kein anderer Club.

 

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