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Batshuayi Thread - Herzlich Willkommen (BVB)

LBKS2007, Donnerstag, 01.02.2018, 07:40 (vor 3088 Tagen) @ donvitofex

Ich kann das ganze Prozedere und auch die nun gefunde Lösung nur aus der Ferne beurteilen, ich denke viele hier kennen weder Hintergründe noch sonstige Faktoren.
Daher beruht meine Einschätzung zu großen Teilen auf einem subjektivem Gefühl, welches sich aber eher positiv in eine schwierige, enttäuschte und etwas mutlos anfühlende Gesamtsituation einfügt.

Thema Auba:
ein Abgang war unumgänglich, die ganze Situation komplex. Vorausgesetzt es stimmt was man hinsichtlich der ihm gegenüber getätigten Zusagen hört, dann finde ich die nun gefundene Lösung in Ordnung. Mit dem Abgang war zu rechnen, Auba hat sich sportlich immer korrekt verhalten, Auba wollte weg und hat das nie verheimlicht, Auba wurde nun langsam ungeduldig und dann kam die Chance mit Arsenal wahrscheinlich genauso überraschend wie gelegen zugleich. Aus seiner Sicht würde ich dann auch versuchen, diese wahrzunehmen. Dass das menschlich dann mit einigen Reibereien vonstatten geht, ist fast unausweichlich.
Zur Entschädigung haben wir zum einen eine in der internationalen Klasse anzusiedelnde Leistung der letzten Jahre vorzuweisen und vor allem eine mMn den Umständen entsprechend akzeptable Ablöseentschädigung. Vielleicht täuschen die Summen von Coutinho, Neymar und Dembele etwas darüber hinweg, aber gemessen an Aubas Potential und dem einzukalkulierendem Mehrwert für den aufnehmenden Verein sind wir finanziell gut aus der Sache rausgekommen.

Thema Batshuayi:
Interessant wie die Meinungen hier auseinandergehen. Mal angenommen ich hätte die Wahl zwischen Michy, Auba und Giroud, mal angenommen es gehe nicht um eine Ablöse sondern eine fiktive freie Wahl und mal angenommen, es gäbe eine halbwegs realistische Perspektive auf 4-5 Jahre Vertragslaufzeit, dann würde ich Michy den anderen beiden jederzeit vorziehen. Sportlich und perspektivisch ist das einer der kreativsten und aufregendsten Transfers der letzten Jahre. Nicht so ideen- und einfallslos wie so manch andere Neuverpflichtung. Das Talent, die Persönlichkeit, die Erfahrung, das gleichzeitige Potential. Alles Gründe für eine Verpflichtung. Nur leider, das muss ich gestehen, wiegt die fehlende KO das alles auf. Trotz der vor allem von Phil vorgebrachten charakterlichen Bedenken bei Michy sehe ich einen Spieler mit großem Erfolgshunger, mit stetem Willen sich zu verbessern und einen ehrgeizigen Typen, den eine Mannschaft wie der BVB unbedingt braucht. Vielleicht nicht der Verein, aber die Mannschaft. Das kann gut gehen, das geht auch bei anderen Clubs mit vermeintlichen Sorgenkindern gut. Aber wie gesagt, das ist hinfällig, selbst bei einer makellosen Führung in den nächsten 4 Monaten spielt das am Ende ohne KO keine Rolle.
Damit ist die Kreativität dieses Transfers, die ich ja wie beschrieben eher positiv und erfrischend abwechslungsreich empfinde, hinfällig.
Ich wage trotzdem die Prognose, dass - sofern sich die gesamte Mannschaft mal fängt - ein halbes Dutzend Tore herausspringen können. Auch erhoffe ich mir im Vergleich zu Auba eine durchaus belebendere und abwechslungsreichere Spielweise. Das kann uns auf der Position eigentlich nur gut tun.

Thema Stöger:
Durch die naheliegende Vermutung, dass es aufgrund der ähnlichen auftretenden Probleme weder an Stöger noch an Bosz allein zu liegen scheint (wer hätte das gedacht), hoffe ich auf eine baldige Kehrtwende in der gesamten Ausrichtung.
Dazu gehört das Eingeständnis operativer Fehlentscheidungen und dazu gehört vor allem, dass entsprechende Lehren gezogen werden. Dazu gehört dann zum Beispiel eine nachhaltige, durchdachte und dennoch mutig-kreative Personalentscheidung auf der Trainerposition. Dazu gehören unpopuläre Personalentscheidungen den Spielerkader betreffend und dazu gehört möglicherweise auch mal, eigene Kompetenzen abzugeben. Allein für ein notwendiges Gefühl eines Neuanfangs wäre das sehr hilfreich. Denn ohne dieses hoffentlich bald einsetzende Gefühl empfindet man das alles zurecht eher als andauernde Abwärtsspirale. Und ohne dieses gelebte und verbreitete Gefühl im Umfeld, und da zählen auch wir Fans zu, wird die Arbeit nicht leichter. Da erhoffe ich mir einfach auch eine entsprechend ausgerichtete Kommunikation bzw. Entscheidungen, die für sich sprechen.


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