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Vor einigen Jahren hätte ich ihn gerne gesehen (BVB)

Finanztaktiker, Wesel, Sonntag, 27.08.2017, 21:51 (vor 3062 Tagen) @ majae

Ob jetzt Jarmolenko ein guter Transfer wäre, kann ich nicht beurteilen, aber da scheint ja eh nichts dran zu sein. Es ist halt ein Dilemma, in dem man da steckt. Auf der einen Seite möchte man Spieler, für die Dortmund mehr als ein kurzes Intermezzo ist um zu den absoluten Topclubs zu kommen und länger als zwei Jahre bleiben, Spieler wie Sokratis, Sahin, Schmelzer. Sollte sich allerdings Leipzig da oben etablieren und wollen wir in absehbarer Zeit nochmal um die Meiterschaft kämpfen, brauchen wir einen mittlerweile eine Mannschaft, mit besonderen Spielern. Die wollen aber selten in Dortmund bleiben. Dadurch geht zumindest für mich ein Stückweit Identität verloren, bis auf wenige Ausnahmen (siehe die Beispiele oben) ist mittlerweile jeder Spieler austauschbar. Schaut man sich den Kader von 2010/11 an, sind da von den Stammspielern im Prinzip nur Lewandwoski und Barrios, die uns zu diesem Zeitpunkt bereits nur als Durchgang sahen.

Klar sehen uns die meisten Toptalente als Durchgangsstation. Das stört mich aber weniger. Warum?

Weil es für einige knapp nicht reichen wird. Wie bei Sahin, Götze und Kagawa. Bei anderen besteht kein Bedarf für deren Spielertyp zu den möglichen Wechselzeitpunkten (Vielleicht Aubamyang und Reus?). Und die sind dann definitiv gut genug, um den Kern einer Mannschaft zu werden. Und die werden dann mit der Zeit Identifikationsfiguren. Oder kannst du dich mit Nuri, Marco und Schmelle nicht identifizieren?

Bei denen es reicht, verkaufen wir teuer. Und stärken damit unsere wirtschaftliceh Basis. Um im nächsten Schwung neuer Talente noch ein Stückchen besser zu werden. Wir haben letzten Sommer Miki,Gündogan und Hummels verkauft. Kurzfristig eine Schwächung. Doch mit einem der in dem Sommer gekauften Talenten haben wir genauso viel erlöst wie mit allen dreien im Vorjahr zusammen. Wir müssen das halt nur immer wieder schaffen. Und irgendwann sind wir dann so groß, dass keiner mehr gehen will.

Und was am wichtigsten ist: Wenn wir Talente holen, dann verlieren wir so gut wie nie Geld. Selbst wenn sie nicht einschlagen. Wenn ein 28-jähriger Yarmolenko nicht gut spielt, sehen wir die Ablöse nie wieder, da der aufnehmende Verein kein Potential sieht und die Zeit im Profifußball wegen des Alters fehlen dieses zu entwickeln. Bei Ginter, Mor und co sieht das anders aus. Wir setzen also anders als 2001 unser Geld nicht in den Sand. Denn uns hat damals nicht Rosicky transfertechnisch das Genick gebrochen, sondern der 27 Jahre alte Amoroso und der 28-jährige Koller, bei denen wir nie die Ablöse wieder reingeholt haben. Ein Rosicky ging als es uns schlecht ging für 10 Mio.. Koller und Amoroso gingen für lau.

So wie wir Talente verabschieden, die nicht gut genug für Borussia sind, sollten wir auch verstegen, wenn Spieler uns zu größeren Klubs verlassen wollen. Nur muss das mit Anstand erfolgen. In beiden Fällen.


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