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Unzufriedenheit - Aktuell und grundlegend (Spieltage)

markus, Montag, 19.10.2026, 17:25 (vor 12 Stunden, 58 Minuten) @ Fonzie
bearbeitet von markus, Montag, 19.10.2026, 17:29

Was hinzukommt: der BVB ist wohl deutschlandweit in der unangenehmsten Lage. Alle erwarten Platz 2, aber von Platz 1 kannste eigentlich nichtmal träumen.


Langsam wird es echt albern hier...

Ich würde es so formulieren: Es geht uns viel zu gut. Man hat sich längst daran gewöhnt, jedes Jahr in der Champions League zu spielen. Nun ist das nichts besonderes mehr, sondern Alltag geworden. Gleichzeitig fehlen die finanziellen Mittel, um weiter oben anzugreifen. Diese konstante Langeweile führt bei vielen zu dieser Unzufriedenheit und man redet sich ein, dass dann wenigstens der Fußball schöner aussehen sollte. Hinterfragt man dann dieses „schöner“ landet man immer bei dem Wunsch, dass in jeder Halbzeit mehrere Großchancen erarbeitet werden müssen. Selbstverständlich sollen die Bälle dann auch reingehen (sonst ist die Chancenverwertung zu schlecht) und am Ende würde man 32 mal 5:0, 6:0 oder 7:1 gewinnen und damit erfolgreicher als Bayern München sein. Gleichzeitig ist jedem bewusst, dass man an Bayern München nicht herankommt. Dennoch will so gut wie niemand diesen Widerspruch akzeptieren.

Man kann für den eigenen Seelenfrieden sorgen, wenn man sich die Statistiken anschaut. Wenn selbst Bayern München im einer außergewöhnlich starken Saison sechs Spiele nicht gewinnt, dann ist einfach zu erwarten, dass das dem BVB mit deutlich weniger Mitteln ein paar mal häufiger nicht gelingt. Und das geht ja nur, wenn man oft genug schlecht genug spielt. Es ist also ganz normal, dass wir solche Spiele sehen. Und auch immer sehen werden.

Ich finde es schon extrem nachvollziehbar, dass evtl deshalb die Unzufriedenheit bei vielen sehr groß ist.


Ich glaube weiterhin, dass das Hobby BVB/Fußball bei vielen nur noch aus Gewohnheit weitergeführt wird und nicht aus wirklicher Freude daran. Da wäre ein nüchterner bis harter Blick auf die Verwendung der eigenen Lebenszeit der erste Schritt raus aus den negativen Emotionen. Das ist aber natürlich leichter gesagt, als für viele getan.

Zumal es keine Aussicht auf „Verbesserung“ gibt. Kovac ist kein Trainer, der Hurra-Fußball spielen lässt. Er ist ein Taktiker mit Fokus auf Defensivarbeit. Am Ende zählen die Ergebnisse. Peter Bosz hat auch nicht lange überlebt, als die Ergebnisse nicht mehr stimmten.


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