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Aktien, ETFs, Geldanlage (Sonstiges)

markus, Donnerstag, 24.09.2026, 10:19 (vor 20 Stunden, 28 Minuten) @ MarcBVB

Klar, aber das trifft ja auch auf andere Möglichkeiten der Altersvorsorge zu. Man kann sich natürlich auf Vater Staat oder den Bankberater verlassen, aber wo das mitunter hinführt, hat die jüngere Vergangenheit ja eindrucksvoll bewiesen. Rieser, Renter, Telekom-Aktien...


Mein Lieblingsbeispiel:

Oma war schon deutlich über 80. Hatte ein paar Einzelaktien von der Allianz und vor allem einen ganz netten Sparvertrag. Örtliche Sparkasse. Eigentlich wollte ich sie nur zur Sparkasse fahren (was man als Enkel halt so macht, wenn Oma schon das Auto finanziert hat), bin dann aber tatsächlich mit rein gegangen. Es sollte dann eine auf 7 Jahre fest angelegte Nummer mit eher mauen Zinsen werden. To keep it short: Wurde es nicht. Wir wurden gebeten, doch bitte zu gehen.

Bei Finanzen muss man sein eigener Chef sein. Ansonsten wird man ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.

Ich habe mir in jungen Jahren einen Fonds von UniGlobal andrehen lassen und eine Lebensversicherung mit Dynamik.

Der Fonds war wenigstens einer, der einem Welt-ETF ähnelt und ordentliche Renditen erzielt hat. Aber die Gebühren sind deutlich höher (5 % Ausgabeaufschlag + deutlich über 1 % jährlich). Dazu wurden Dividenden ausgeschüttet und direkt wieder angelegt – mit erneut 5 % Ausgabeaufschlag. Das ist schon eine Frechheit. Ein ETF hat dagegen 0 % Ausgabeaufschlag und oft nur 0,2 % Gebühren.

Die Lebensversicherung läuft wenigstens mit 2,75 % Garantiezins und ist steuerfrei (das ging alles noch Ende 2004). Aber der tatsächliche Zins liegt wegen laufender Gebühren nur bei 2,2 %, und bei jeder Dynamikerhöhung werden neue Abschlussgebühren berechnet. Rechnerisch ist es so, dass sich bereits 20 Jahre vor dem Laufzeitende keine weitere Dynamikerhöhung mehr lohnt. Je näher man dem Ziel kommt, desto stärker fällt nämlich die Abschlussgebühr auf den höheren Sparbetrag ins Gewicht.

Und diese Produkte sind ja schwieriger zu durchschauen als ein normaler ETF. Statt auf Bankberater zu hören, habe ich dann irgendwann unabhängige Kanäle auf YouTube gefunden (Finanzfluss etc.) und das Thema selbst in die Hand genommen.


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