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Strategiewechsel (BVB)

Earl Chekov, Köln, Dienstag, 18.08.2026, 13:43 (vor 4 Stunden, 12 Minuten) @ Sascha

Angesichts der Summen, die selbst Mittelfeldvereine der PL zahlen, geraten wir so immer weiter ins Hintertreffen. Gleichzeitig sind unsere Gehaltskosten in der Breite schlicht zu hoch. Natürlich muss heutzutage ein Spitzenspieler im Bereich von 10 Millionen verdienen, aber mindestens 5 Millionen für Bankspieler, ist schlicht und ergreifend falsch und da haben Zorc und Kehl uns ein gewaltiges Ei ins Nest gelegt.

Diese Situation im Wettbewerb hat sich in der letzten Zeit deutlich herauskristallisiert. Es ist eine recht neue Situation, dass Brentfort den Maßstab für eine Transfersumme setzt und es ist eine recht neue Situation, dass diverse kleinere PL-Vereine den Markt durch ihre Einkäufe in der gehobenen Spitzenklasse eng und teuer machen.

Das alles plus die Situation, dass unsere Einnahmeseite in einem wachsenden Markt eher stabil bleiben wird, führt jetzt zu einer Strategieanpassung, die eben keine organische Weiterentwicklung der alten Strategie ist, weil der Markt sich so dynamisch entwickelt. Die alte Strategie setzte darauf gute, gestandene Fußballer zu holen, die länger beim BVB bleiben und so mehr Kontinuität bzw weniger Umbrüche bringen sollten. Mit gestandenen Spielern ist es ja schon so, dass man deren Gehaltsansprüchen gerecht werden muss, wenn man sie kriegen möchte. Das war eine gemeinsam abgestimmte Vorgehensweise, auch wenn die Ausführung nicht immer abgestimmt gewirkt hat. Das haben uns also nicht nur Kehl und Zorc aufgebrummt. Das war der Wille der gesamten sportlichen Führung.

Ein Takeaway aus den letzten Transferperioden war ganz sicher, dass die alte Strategie nicht mehr gut greift. Man hat zwar den einen oder anderen gestandenen Spieler geholt, der auch gut funktioniert hat. Die Luft wurde aber immer dünner in dem Segment und gegenüber der Konkurrenz war man schlicht zu unattraktiv.

Parallel haben Vereine aus der Bundesliga partiell viel Erfolg (gemessen an erzielten Transfererlösen) in dem traditionell vom BVB meisterlich bedienten Segment gehabt. Insofern ist es naheliegend die Strategie anzupassen. In dem Segment ist man wieder in der Konkurrenzbetrachtung deutlich attraktiver.

In der Rückwärtbetrachtung war der letzte Schwenk hin zu gestandenen Spielern nicht der beste Move. Aber man muss auch verstehen, warum das so motiviert war. Der gute Edin Terzic hat sich bspw sehnlichst gewünscht einen Jude etwas länger zu behalten, um den nächsten Schritt gehen zu können. Das war weder mit Bellingham, noch mit Halland oder Sancho möglich. So entstand diese Idee, die Kehl angegangen ist.

Bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Strategieanpassung, die IMO sehr schnell umgesetzt wurde, und die mit einem Kraftakt (offensichtlich) finanziert wird, mittelfristig erfolgreich ist.


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