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Hier der Bericht dazu: PAOK-Ultras lauern BVB-Transfer auf (BVB)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 16.08.2026, 22:13 (vor 18 Stunden, 20 Minuten) @ markus


Was man definitiv weiß: Der BVB wird nicht alle 34 Spiele gewinnen, schon gar nicht haushoch überlegen. Das Forum wird direkt nach der ersten Niederlage zu Tode betrübt sein und alles infrage stellen. Das ist alles so bekloppt.


So sind die Deutschen. Leicht beeinflussbar und dann sehr schnell sehr laut und "kind of" aggressiv von ihrer Meinung überzeugt (ist immer die Mehrheitsmeinung), insbesondere von der moralischen Erhabenheit eben dieser. Auch im "Big Picture" ist das ja so, dass man 1-2 Generationen später erkennen muss, dass man wohl doch (mal wieder) auf dem falschen Dampfer war. Und dann gilt: "was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?". :-D ;-)


Manche warten ja auch einfach nur ab, bis sich eine Mehrheitsmeinung herausbildet, um dann mit Fackel und Mistgabel auf den Zug aufzuspringen und dem Gegenüber anschließend sogar noch zu erklären, dass die Mehrheit des Forums das anders sieht.

Umso wichtiger ist es doch, solche Strömungen zu hinterfragen. Ich frage mich manchmal, wie einige es schaffen, so überhaupt durchs Leben zu kommen. Wahnsinnig erfolgreich sicherlich nicht, wenn man immer nur schaut, wohin sich die Herde wohl bewegt, um dann schnell mitzurennen.


Oh, findest du? Ich würde sagen, dein Satz ist die mit Abstand beste Beschreibung was man tun muss, um in einem deutschen Konzern jedweder Art Karriere zu machen. Und im Öffentlichen Dienst vermutlich auch.


Klar, aber das ist ja dann eher ein Arschkriechen zur passenden Zeit am passenden Ort gegenüber einzelnen Personen, die hierarchisch weiter oben stehen, und nicht: Ich schaue mal, wohin sich die Herde wohl bewegt, und springe dann einfach auf den Zug auf.


Aber auch. Am Ende muss man das Lied mitsingen, was die oberste Heeresleitung singt. Und wenn es sogar das "Spiel mir das Lied vom Tod" ist, ich erlebe das zunehmend sektenartig. Auch gelegentlich mal Blicke in LinkedIn zu werfen, zeigt da ganz groteske Entwicklungen. Meinem Empfinden nach.


Ja, wobei ich da tatsächlich noch einen Unterschied sehe. Das „Lied der obersten Heeresleitung“ mitzusingen, ist für mich eher klassisches Hierarchie- und Karrieredenken. Was ich meine, geht noch etwas darüber hinaus: Menschen, die gar nicht erst versuchen, eine eigene Position zu entwickeln, sondern zunächst beobachten, wohin sich die allgemeine Meinung bewegt, und sich dann möglichst schnell dieser Richtung anschließen. Und wenn die Mehrheitsmeinung einmal feststeht, wird daraus plötzlich die eigene Überzeugung – inklusive der Erklärung, warum alle anderen das eigentlich genauso sehen müssten.

Ich muss sagen, auch dieser Satz ist für mich eine absolut pointierte Beschreibung der deutschen Gesellschaft und der öffentlichen Meinungsbildung, um noch mal eine Ebene höher zu gehen. Was Zeitgeist ist, wird übernommen, für gut befunden und aggressiv postuliert. In dem Zuge würde ich dann sagen, ist das BVB-Fourm in diesem Verhalten letztlich ein Abbild der deutschen Gesellschaft.


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