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Veerman - der neue (alte) Weg (BVB)

markus, Sonntag, 16.08.2026, 14:29 (vor 21 Stunden, 50 Minuten) @ Timo_89

Als Fan sehe ich aber zum Beispiel jetzt einen Karetsas im Testspiel und bin von seiner tollen Ballbehandlung beeindruckt und kann Vorfreude entwickeln.

Ich habe ihn aber weder vorher intensiv gescoutet, seine Stärken und Schwächen analysiert und mit dem Trainer abgesprochen, wie man ihn in die fußballerische Idee einbinden kann. Das ist eben die Aufgabe von Book.

Warum sollte ich dann jetzt nicht einen Anflug von Euphorie verspüren können, um dann am Ende der Saison eventuell festzustellen, dass es doch keine gute Idee und eine falsche Entscheidung war?


Natürlich kannst du Euphorie verspüren. Der Punkt ist ein anderer: Wenn man aus diesem Gefühl bereits ableitet, dass der neue Weg die richtige und mutigere Strategie ist und die abgegebenen Spieler für „teure, satte Mittelklasse“ standen, dann bewertet man eine Transferentscheidung, deren Ergebnis noch gar nicht feststeht.


Als Fan kann man sein eigenes Gefühl natürlich bewerten. Das bedeutet nicht, dass es tatsächlich erfolgreicher wird mit der neuen Strategie. Man hofft drauf, man freut sich darüber diesen Weg zu begleiten und allein dies ist ein schöner Gewinn in sich und überhaupt die Grundlage dafür dass sowas wie positive Stimmung wenn nicht gar Euphorie entstehen kann, die unseren BVB ja nun bekannterweise in höchste Höhen tragen kann. Wenn man gar nicht mehr zugänglich ist für derartige Regungen, dann weiß ich ja nicht, ob dies noch mein Sport wäre. ;-)

Mein Punkt bezog sich auch gar nicht auf dieses Gefühl, sondern auf die Bewertung der Entscheidungen dahinter. Ich kann mich über Karetsas freuen und gleichzeitig sagen: Ob der Transfer tatsächlich besser war als die Entscheidung, beispielsweise Brandt oder Adeyemi zu behalten, wissen wir erst später.

Und genau deshalb würde ich auch bei einer späteren negativen Entwicklung nicht sagen: „Das war von Anfang an eine scheiß Idee.“ Man kann mit einer Entscheidung zum Zeitpunkt X alles richtig gemacht haben und trotzdem feststellen, dass sie sich nicht ausgezahlt hat. Umgekehrt sollte man aus der aktuellen Euphorie aber auch nicht schon ableiten, dass dieser Weg zwangsläufig der bessere ist.


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