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Externer Vermarkter - vorteilhaft?! (Fußball und Sport allgemein)

Sascha, Dortmund, Dienstag, 20.02.2024, 14:17 (vor 711 Tagen) @ koom

Dagegen spricht, dass man doch aktuell einen neuen TV-Anschlussvertrag für die Jahre 2025-2029 verhandelt. Eine eigene Streamingplattform könnte erst in viereinhalb Jahren das erste Spiel übertragen. So lange dauert der Aufbau doch niemals.


Jepp, unwahrscheinlich. Ich würde vielleicht 1 Jahr vermuten, aber unter Druck ginge es sicherlich schneller. Man erfindet ja wirklich nicht das Rad neu. Aber das wäre vor allem die Technik.

Mal zum Vertraglichen: Ein Anschlussvertrag kann auch Optionen beinhalten. Einfach rumgesponnen: Die DFL plant eine Ausstiegsklausel oder eine Klausel, die es erlaubt, parallel auf einem eigenen Streamingdienst zui übertragen (und evtl. Kostenminderung für den Partner?).

Das halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Die Bundesligabertragungsrechte sind für Sky und DAZN doch fundamental. Ohne die Übertragung würden die Abozahlen massiv einbrechen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bereit ist, eine Klausel zu akzeptieren, die nicht zumindest über die volle Vertragslaufzeit Planungssicherheit garantiert.

Für den Fußball weniger spannend, aber auch nicht utopisch: Eine Datenbank mit allen Spielaufzeichnungen, bspw. um konkret ein bestimmtes Spiel von 2015 abzurufen und anzuschauen. Für die meisten Fans kaum oder gar nicht interessant, aber einen kleinen Markt gibt es auch dafür. Plus natürlich Seitenberichterstattung, Interviews, Porträts etc.

Aber dafür braucht man doch keinen Investor, bzw. sind die potenziellen Erlöse dadurch doch niemals so hoch, dass sie auch eine Rendite abdecken.

Zum anderen Vertraglichen: Man muss auch mit den Vereinen verhandeln. Zentralvermarktung? Große Vereine mehr beteiligen? Oder Pauschalsumme für alle, aber Boni für mehr Einschaltquote? Das ist widerum ein Zeitfresser und schwieriger.

Und natürlich auch hier: Auslandsvermarktung. Man kann direkter verhandeln und sich gezielter für einen starken Markt aufstellen, anstatt momentan in alle Richtungen zu gehen.

Also entweder hat man den strategisch dümmstmöglichen Weg dafür eingeschlagen, oder es geht um was anderes.


Naja, das widerlegt meine Vermutung ja nicht unbedingt. ;-)

Ich bin einfach komplett ratlos, mit welchen Inhalten die DFL ihre Aussagen später füllen will. Unter den aktuellen Bedingungen sehe ich da keinen Ansatz, für die die DFL möglichst umgehend 1 Milliarde braucht und mit der sie groß die Erlöse steigern will. Wenn man wenigstens ein schlüssiges Konzept präsentieren könnte, würde vielleicht auch schon viel vom Protest wegfallen.


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