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Externer Vermarkter - vorteilhaft?! (Fußball und Sport allgemein)

koom, Dienstag, 20.02.2024, 13:09 (vor 713 Tagen) @ Weeman

Man hätte zumindest schonmal die komplette Berichterstattung um Fußballbilder in der eigenen Hand. Damit dürfte der kritische Journalismus zumindest aus diesem Bereich komplett ausgesperrt werden.

Ein Anreiz. Auch durchaus nachvollziehbar: Man will ja seine zu verkaufende Ware nicht schlechtreden.

Wie man allerdings, ohne das Produkt zu verändern, ohne irgendeinen Wettbewerb für die Fernsehbilder die Einnahmen steigern möchte, bleibt mir ein absolutes Rätsel.

Vorweg: Ich bin da auch kein Fachmann.
Es ist vermutlich die gleiche Wette, die Disney+ und andere bewegt: Ist mein Portfolio gut genug, dass Unmengen von Leuten einen monatlichen Fixbetrag zahlen?

Wenn man das selbst macht, streicht man natürlich auch den Gewinn ein. Die Kosten sind IMO planbar, im Jahre 2024 ist ein Streamingdienst aufzuziehen oft genug gemacht worden. Man weiss, was Infrastruktur kostet, was das Aufnehmen im Stadion kostet, usw. Man weiss sogar, wie viele Leute bereit sind, dafür gewisse Beträge zu zahlen. Ob nun Sky, Dazn, Prime oder wer auch immer da einen Teil des Spieltags hat: Leute zahlen dafür.

Und natürlich: Nimmst du selbst auf, kannst du auch bei der Auslandsvermarktung mehr einstreichen, bzw. dort direkter Partner finden. Im ersten Schritt dürfte aber der lokale Markt der interessante sein.

Aber mal weg von der DFL, hin zu realen Anbietern: Die meisten Streamingdienste werfen keinen Gewinn ab. Disney+ ist tiefrot. Aber Netflix geht es gut, aber auch mit teils heftigen Aktionen. Letztlich scheinen sie die Formel einigermaßen geknackt zu haben, um Geld damit zu machen. Ihr Portfolio switcht regelmässig durch, sie sind für Neu- und Altkunden attraktiv, weil sie keine ewigen Langläufer-Serien produzieren (die meistens nicht so sehr Neukunden gewinnen), sondern die sehr flott auch mal abstellen. Sie können Preis und Qualität zu ihren Gunsten stetig verändern.

Die DFL hat den Vorteil, dass es LIVE-Sport ist. Das ist erstklassig vermarktbar, weil Live, Sport, alle Altersgruppen und Geschlechter, sowie alle Sozialstufen erreicht. Du hast ein praktisch zeitloses Produkt, weil jede Woche mindestens 9 neue Episoden rauskommen (auch wenn einen nicht alle interessieren).

Fußball hat ein bisserl den Nachteil, dass man wenig Werbung dabei schalten kann. 2x45 Minuten, der große 10-15-Minutenwerbeblock ist vergleichsweise unattraktiv, weil da viele Bier holen oder entleeren gehen. Trotzdem bleibt das für Vermarkter ein lukratives Objekt.

Also GEHEN kann das. Zweifel habe ich überwiegend, weil in der DFL gelinde gesagt zu wenig "smarte" Leute unterwegs sind und sehr viele Vereinsmeier, die darauf warten, hart über den Tisch gezogen zu werden.


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