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Süles Gehaltsklasse (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 15.01.2024, 01:26 (vor 767 Tagen) @ micha87

Es ging vermutlich immer irgendwie und nun wird es gegen Ende 20 alles etwas schwerer und die jüngeren Spieler werden nicht langsamer.

Schon ein nicht ganz unwichtiger Punkt.

So ab dem 25. Lebensjahr altert der Mensch. Man kann selbstverständlich einwenden, dass er dies bereits mit dem Augenblick der Geburt tut oder gar beim Entstehen im Mutterleib. Aber mit Mitte 20 ändert sich u.a. das Reproduktionsverhalten der menschlichen Zellen und man baut im übertragenen Sinne ab (und ‚altert‘ auch sichtbar) und die körperliche Leistungsfähigkeit beginnt zu sinken. Das wirkt sich u.a. auf die Organe, aber auch auf den Stoffwechsel aus, wobei beides auch zusammenhängt.

Genetisch bedingt verläuft dieser Prozess bei dem einen etwas schneller und bei dem anderen etwas langsamer. Auch äußere Faktoren wie Ernährung, Aktivitätslevel, Schlaf, allgemein Lebenswandel, können diesen Prozess beeinflussen; im Positiven wie negativen Sinne. Unaufhaltsam bleibt er auf jeden Fall immer.

Für einen Leistungssportler ist allerdings eine ‚Verlangsamung‘ des Alterungsprozesses und damit ein Hinauszögern des Sinkens der eigenen Leistungsfähigkeit von sehr großer Bedeutung; im Profibereich kommt bekanntermaßen der finanzielle Aspekt hinzu.

Insbesondere Fußballer entdecken erst jenseits der 25 den Wert eines adäquaten Lebenswandels (inkl. Ernährung etc.), was sicherlich noch einiges an ‚Verlangsamung‘ hinsichtlich des Sinkens der Leistungsfähigkeit bringen kann, aber auch einen positiven Einfluss auf die Verletzungsanfälligkeit haben kann. Besser wäre es sicherlich bereits deutlich früher damit zu beginnen bzw. gar nicht erst auf entsprechende ‚Abwege‘ zu geraten. Seinen Organismus kann man sehr leicht sehr schnell falsch ‚programmieren’.

Nicht einfach für einen Jugendlichen, klar. Andererseits hat man als talentierter Nachwuchsspieler eine einmalige große Chance, die man nicht unbedingt mindern sollte.

Gut möglich also, dass Niklas Süle sich hinsichtlich seiner Ernährung aktuell nicht anders verhält als er es in den letzten 10, 12 Jahren auch getan hat. Vielleicht ist er sogar etwas zurückhaltender. Nur reagiert sein sich verändernder Organismus anders auf die entsprechende Nahrungszufuhr.

Irgendwann reichen Talent, Können, fußballerische Klasse oder cleveres taktisches Verhalten halt nicht mehr aus, um die Folgen von ‚Ernährungssünden‘ zu kaschieren.

Das ganze Thema war ja schon etliche Male hier Diskussionsgegenstand (auch von meiner Seite) und ist mittlerweile so etwas wie ein ‚Dauerbrenner‘. Vor allem ist es dies aber im Club, sicherlich nicht zur Freude der Verantwortlichen (friendly speaking).

Dabei hat Niklas Süle sich bereits als Spieler im Nachwuchsbereich ganz offen nicht adäquat verhalten. Und, das muss man konstatieren, er hat auch später als Profi von Beginn an auf jeder seiner Stationen ganz offen kommuniziert, dass er gerne einmal zu Burger, Pizza und Bier greift. Man wusste also sowohl in Hoffenheim, als auch in München und ebenso in Dortmund, dass er eine diesbezügliche Schwäche hat. Genauso wie man wusste, dass Süle aus jeder längeren Abwesenheitszeit (Urlaub, Verletzungspause) infolge dieser Schwäche mit deutlich sichtbarem Übergewicht zurückkehrt und dass es einige Zeit dauert, bis er wieder sein ‚Kampfgewicht‘ und somit seine volle Leistungsfähigkeit erreicht hat. Eine Verpflichtung von Süle beinhaltet offensichtlich immer auch eine Mitverpflichtung seiner nichtleistungsfördernden Ernährungsgewohnheiten.

Es gibt genetisch bedingte Zunahme an Körperfett und es gibt Erkrankungen (insbesondere Stoffwechselstörungen), die trotz diszipliniertem Lebensstil zu einer entsprechenden Zunahme führen. Vielleicht ist eines davon bei Süle der Fall. Da er allerdings immer auch wieder abnimmt und wie erwähnt aus seinen Ernährungsgewohnheiten keinen Hehl macht, sind diesbezügliche Zweifel mMn angebracht.

Süle hat oft genug gezeigt, dass er ein guter oder gar sehr guter Innenverteidiger sein kann. In meinen Augen hat er sogar das Zeug zu einem der Weltbesten seiner Zunft. Um das zu werden und vor allem zu bleiben gehört allerdings eine gehörige Portion Disziplin, und das das nicht nur in Ernährungsfragen. Vielleicht mangelt es Süle ja ganz genau daran.


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