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Fußball am Dienstag / Länderspiel Österreich - Deutschland (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 24.11.2023, 01:04 (vor 798 Tagen) @ koom

Dürfte mindestens ein Teil der Wahrheit sein. Unter Löw wurde ja der spanische Spielstil von Guardiola mit dem Ballbesitz forciert. Da dort der Ball durch die eigenen Reihen ewig gehalten wird, wurde dann auch folgendermaßen ausgebildet:

Gut am Ball und einigermassen groß -> zentrales Mittelfeld (8er).
Dazu noch relativ schnell -> Offensives Mittelfeld.
Eher klein, aber dafür schneller -> Offensive Aussenbahn.
Nicht so schnell, halbwegs gut am Ball -> Innenverteidigung.

Die anderen durften dann auf den sonstigen Positionen ran. Und so schaut das dann auch aus. Wenn man jemanden wie Havertz nimmt, der wirklich alles mitbringt, aber praktisch heute noch keine Idealposition hat, dann ist das echt traurig. Auch Draxler wäre so ein typischer Fall gewesen.

Für Havertz hatte man schon in Leverkusen die ideale Position gesucht. In Mittelfeld und Angriff hat der so ziemlich jede Position eingenommen. Bis Bosz kam und ihn und den zuvor in Club und Nationalelf immer auf dem Flügel spielenden Brandt nach einigen Spielen auf der ‚Doppel-10‘ einsetzte und mit Baumgartlinger und Aránguiz zwei ‚Haudegen‘ im zentralen/defensiven Mittelfeld hinter den beiden positionierte. Diese beiden bildeten eine regelrechte Mauer und übernahmen die Defensivarbeit für Brandt und Havertz und waren dennoch keine Holzfüße. Mit ihrem Passspiel brauchten sie sich nicht zu verstecken. Dies im Zusammenwirken mit pendelnden Außenverteidigern sorgte dafür, dass die Pillen noch die CL-Qualifikation schafften.

Im Prinzip war Götze auch so ein spezifischer Fall. Ein Spieler, der sich in den Halbräumen am wohlsten fühlte (und fühlt) und für den Kloppo beim BVB immer eine Einbettung fand. Bei Bayern sah dies trotz vieler Einsätze und Scorer schon ein wenig anders aus. Irgendwie passte er nicht in die Guardiola-Passmaschinerie, obwohl er zu den technisch besten Bj desligaspilern zählte (und auch noch zählt). Nach seiner Rückkehr zum BVB ergaben sich dann ähnliche Probleme.


Das andere Mysterium bleibt dann noch, warum generell wenig richtig gute 6er und 9er in der Bundesliga sind. Nicht unbedingt Weltklasse, aber schon so Spieler, wo man durchaus sagen kann, das die was können.

Man muss vielleicht nur ein wenig genauer hinschauen und möglicherweise entdeckt man dann Potentiale.

Ich persönlich halte z.B. Angelo Stiller für einen sehr interessanten Spieler auf der 6er-Position. Möglicherweise bedauert es der FCB heute, dass er seinem Nachwuchstalent keinen Profivertrag gegeben hat. Mittlerweile jedenfalls ist seine Performance im defensiven Mittelfeld mMn bemerkenswert. Und das sowohl hinsichtlich der Defensivarbeit wie auch den Spielaufbau betreffend.

Gar nicht mal so selten ist die Konstellation entscheidend, ob ein talentierter Spieler sich ins Scheinwerferlicht spielen kann oder eben nicht. Beim VfB passt es ganz offensichtlich, zumal Trainer Sebastian Hoeneß in ja sehr gut kennt.


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