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„keine Verteidigungsmonster“ - auch im Sommer nicht (Fußball und Sport allgemein)

Ingo, Europa, Mittwoch, 22.11.2023, 09:54 (vor 799 Tagen) @ guy_incognito

Habe gerade im ‚Kicker‘ einige Aussagen Nagelsmanns aus der Pressekonferenz nach dem Spiel gelesen.

Hier der Artikel:
https://www.kicker.de/nagelsmanns-bankrotterklaerung-zur-defensive-980357/artikel

Die DFB-Auswahl könne demnach nicht sonderlich gut verteidigen und würde dies bis zum EM-Turnier auch nicht besser hinbekommen. Daher müsse man sehen, dass die Mannschaft möglichst wenig Zeit des Spiels auf das Verteidigen verwenden sollte.

Nun denn…


Er hat nicht unrecht. Im deutschen Fußball gibt es derzeit keine Weltklasse in der Abwehrlinie und ebenso wenig in der defensiven Schaltzentrale. Diesen daraus abgeleiteten Pragmatismus Nagelsmanns habe ich bei Löw und Flick immer vermisst. Ob er nun die richtigen Rezepte im Kochbuch hat bezweifle ich aber. Ich wäre sehr überrascht, wenn Nagelsmann den richtigen Ansatz für das deutsche Team findet und auch erfolgreich umsetzen könnte.
Meine Lösung für die EM wäre jemand wie van Gaal gewesen. Erfahren, analytisch und durchsetzungsfähig. Zudem jemand der jeden Zweifel als Person abfängt und die Mannschaft entlastet.


Einspruch! Rudi Völler hat im Spiel gegen Frankreich eben jenen Pragmatismus walten lassen.

Das Zentrum stand mehr oder minder stabil, die Kontersituationen sahen gut aus und in den ersten 10-15 Minuten konnte man die Franzosen durch Pressing unter Druck setzen.

Nun war dies ein recht spezielles Spiel gegen einen traditionell in Freundschaftsspielen wenig motivierten Gegner mit großem Namen. Trotzdem hätte man die notwendigen Rückschlüsse daraus ziehen müssen. Die Spieler hatten Lust und das Stadion ging mit. Leider hat der DFB wie so häufig nichts verstanden und erneut eine schlechte Personalentscheidung getroffen.

Nagelsmann hat in der Hinsicht recht, dass strukturiertes Verteidigen nicht zu seiner Idee von Fußball passt. Ich hätte ihn für klüger gehalten. Aber er hat anscheinend überhaupt nicht verstanden, weshalb er in München krachend gescheitert ist.

In einer Zeit, in der ich eigentlich wieder Sympathie für die N11 entwickeln wollte, sorgt ein Nagelsmann für Gleichgültigkeit. Aufbruchsstimmung wird es mit ihm nicht geben, da sich kaum ein Spieler für diese Art von Fußball begeistern lässt. Dabei steckt Qualität im Kader.

Leroy Sané ist das beste Beispiel. Unter Tuchel und Guardiola an guten Tagen Weltklasse war und ist er unter Nagelsmann ein wandelnder Problemfall.

Klar, die Spieler durften etwas spielen, was ihren individuellen Stärken entsprach.
Ich tue mich allerdings aus mehreren Gründen schwer damit, dieses Spiel als Referenz zu verwenden. Ich denke, das ist die selbe Lehre, die auch NAgelsmann anspricht. Aber er ballert da jetzt - mal wieder - seinen Konzeptfußball drauf. Das passt nicht.


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