schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Die Konstellation Terzic/Watzke/Kehl/Sammer passt nicht . van Gaal wäre top. (BVB)

koom, Montag, 13.11.2023, 10:12 (vor 831 Tagen) @ Will Kane

Was dabei häufig weniger Beachtung findet ist die Tatsache, dass es eine klare Vereinbarung bei seiner Verpflichtung gab, ohne die Klopp nicht unterschrieben hätte. Diese sah vor, dass es eine klare uns strikte Trennung zwischen den Verantwortungsbereichen gab. Für die fußballerische Ausrichtung und alles was damit in Zusammenhang stand hatte Klopp eine carte blanche. Dafür musste er finanzielle Limitierungen bei Spielerverpflichtungen akzeptieren.

Das ist so ein bisserl wie mit der Demokratie oder einer Diktatur. Hast du einen fantastischen Diktator, der weise, gerecht und aufmerksam ist, ist eine Diktatur eine recht gute Herrschaftsform. Da es dafür keine Gewissheit gibt, hat man die Rechte davon verteilt und lässt den Bürger wählen, so dass der geeignete Leute für den Job findet. Auch gut.

Hast du einen trainer mit klarer Vision und praktikablem Ansatz ist das Klopp Modell gut. Auch und gerade weil Klopp jemand ist, der intelligent delegieren kann und bestimmte Bereiche dann mit einem Fachmann besetzt, die ihm aber zuarbeiten.

Ich denke, dass ein Trainer als Kopf dieses Apparats nicht ganz richtig ist. Bis auf ganz wenige Ausnahmen - die fairerweise dann aber auch ihr Umfeld bestimmen und hoch erfolgreich sind - haben die meisten Trainer eine Halbwertzeit von 2-3 Jahren maximal. Dann endet meist ein Mannschaftszyklus auch, man muss Spieler austauschen, ein Stück weit neu anfangen - nicht jeder kann das.

Unterm Strich halte ich es am besten, wenn man einen Sportdirektor hat, der das kaufmännische, charakterliche und auch sportliche ein gutes Stück auf sich vereint. Der muss keine Trainer gewesen sein oder Fußballer, aber er muss verstehen, wie das Spiel funktioniert und zwar auf einer ergebnisunabhängigen Ebene. Er muss wissen, das er nicht alles wissen und können muss, aber er muss einen Scout verstehen, einen Trainer, einen Spieler, so dass er aus diesen Puzzleteilen was zusammensetzen kann.

Nein, ich möchte keinen neuen Klopp. Am liebsten wäre mir, Kloppo wäre nur noch eine gute Erinnerung beim BVB. Ich habe allerdings den Eindruck, dass der Gedanke an ihn in unserem Club so etwas wie ein Wiedergänger ist, der uns nur belastet.

Der BVB hat danach nie wieder eine große Liebe gehabt. Mainz 05 hat Klopp ganz gut überwunden, einerseits, weil wir mit Tuchel danach eine nächste durchaus schöne Beziehung hatten, aber wohl auch, weil wir wissen, dass Klopp und Mainz nur noch bei Freundschaftskicks realistisch zusammenkommen werden.

Aber eine einfache, klare Struktur und Aufteilung der Verantwortungsbereiche wünsche ich mir schon zurück.

Man begehrt hier immer wieder grade Leverkusen, weil Alonso offenkundig eine starke Idee vom Fußball hat und sie forciert umsetzt. Du siehst dort einen Komponisten, der mit seinem Orchester was eigenes, tolles anstellt. Man begehrt aber auch Frankfurt oder letzte Saison Union Berlin, weil die auf dem Platz eine gewisse Schärfe und Struktur ausgestrahlt haben, die auf einen Plan beim Trainer und der Mannschaft schließen lässt.

Am Ende des Tages wünscht man sich handelnde Personen, die den Eindruck erwecken und vertreten, dass sie Ahnung haben. Von Kehl hört man praktisch nichts. Von Terzic gefühlt nur das Vereinslied. Watzke sondert komische Stammtischparolen ab, Sammer ist vollkommen wirr. Es fehlt schlichtweg der Eindruck, dass man da momentan mehr macht, als nur rumdilettieren und weil man das mit viel Geld macht, funktionierts so halbwegs.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


schwatzgelb.de unterstützen

1540354 Einträge in 16540 Threads, 14361 registrierte Benutzer Forumszeit: 21.02.2026, 05:54
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln