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Schritt nach vorne (Spieltage)

Bücherwurm, Sonntag, 17.09.2023, 13:43 (vor 851 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Zugegeben, das war auch gestern wieder lange Zeit zu wenig. Aber in der Nachbetrachtung ist besonders die letzte halbe Stunde als Schritt nach vorn zu betrachten.

1.) Systemumstellung: Es hat doch relativ lange gedauert, bis Edin Terzic taktisch reagiert hat, aber zumindest gestern war der Knackpunkt das Umstellen auf 3er-Kette Mitte der zweiten HZ. Can rückte zurück, was die Statik zum Besseren verändert hat: Hummels, Can und Schlotterbeck standen auf einmal stabil und die Räume im ZM wurden von anderen belaufen (Sabitzer, Brandt, Nmecha). Dazu konnten Wolf/Ryerson auf den Aussenbahnen weiter hochschieben, was zumindest Wolf mehr liegt (wie die Vorlage auf Reus beim 4. Tor zeigt). Diese Grundformation aus einem variablen 3-5-2 (bzw. 5-3-2 gg. stärkere Gegner) gefällt deutlich besser und ist auch flexibler.

2.) Flexibilität: Die Systemumstellung hat auch Räume eröffnet, die vorher kaum da waren. Mit Haller als einziger Spitze war es seit Saisonbeginn sehr ausrechenbar. Folgerichtig wurde von allen bisherigen Gegnern Räume konsequent zugestellt und man sah sich gestern eine Stunde lang gezwungen mit langen Bällen zu operieren, sobald unsere Abwehrreihe angelaufen wurde. Mit der Umstellung (und Reinnahme von Füllkrug) gab es auf einmal one-touch Anspielstationen durchs Zentrum, die in der Kombination Nmecha-Malen-Füllkrug-Malen sofort zum 2:2 führte. Insbesondere da mit Adeyemi ein Schlüsselspieler für das Spiel über die außen komplett außer Form scheint, macht eine Umstellung auf zwei Spitzen, bzw. Füllkrug plus Malen/Brandt/Reus als sich abwechselnde hängende Spitzen sehr viel mehr Sinn. Im Zentrum sah es wieder nach Fussball aus und aus dem starren Gebilde der ersten Spiele wurde ein flexibler und bewegliches Zentrum (wohlgemerkt ohne Can, der dennoch als Defensivzweikämpfer wichtig bleiben wird).

3.) Wechsel und tiefe des Kaders: Neben der Systemumstellung, kam die Wende gestern mit den Einwechselspielern (Fülkrug, Nmecha, Reus, Wolf, Moukoko). Zusätzlich saßen gestern Süle, Özcan und JBG ohne Einsatz noch draußen. Dazu kommen demnächst noch Reyna und Duranville. Von entscheidender Bedeutung für den weiteren Saisonverlauf kann die zumindest im Offensivbereich vorhandene Tiefe des Kaders werden. Wenn Edin Terzic es schafft einen echten Konkurrenzkampf um die Startplätze zu erzeugen, einen weitgehend verletzungsfreien Verlauf vorausgesetzt, dann bieten sich herausragende Optionen an und es wird auch weiterhin Joker-Tore geben.

Alles in allem ein Schritt nach vorne. Wenn Edin die richtigen Lehren aus dem Spiel zieht und auf die Umstellung weiterverfolgt, können das richtig gute Wochen für den BVB werden.


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