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Das Publikum wird auch jede Saison schlimmer (Spieltage)

jari123, Dortmund, Sonntag, 20.08.2023, 11:16 (vor 878 Tagen) @ pactum Trotmundense

Ich habe es mir gestern verkniffen hier Ähnliches zu schreiben, da ich den Eindruck eines einzigen Spiels, bei diesen Temperaturen, dem Spielverlauf und möglicherweise noch unter dem Eindruck des letzten Spieltags der Vorsaison, nicht zu hoch hängen wollte. Aber wenn Du es nun schon schreibst, stimme ich Dir vollkommen zu.

Muss auch sagen, dass ich es ziemlich unterirdisch fand. Zum Vergleich habe ich allerdings fairerweise auch nur die Saisons 2009-2013, in denen ich noch sehr regelmäßig auf der Süd sowie bei den meisten Auswärtsspielen dabei war und die wahrscheinlich die absolute Hochzeit der Stimmung im Westfalenstadion darstellen. Seitdem war ich nur noch sehr sporadisch, bzw. nun in den vergangenen fünf Jahren aus gesundheitlichen Gründen gar nicht mehr dabei. Die Vorfreude war hoch, die Erwartungshaltung an die Mannschaft niedrig und so hatte ich bis kurz vor Anpfiff auch noch das Gefühl: "Alles wie früher".

Dann fing es jedoch schon bei der geplanten Choreo an... trotz der überall ausliegenden Handzettel und bereitgestellten Utensilien hatte niemand in meinem näheren Umkreis Lust, sich durch Fahnenschwenken oder Konfetti-/Klopapierwerfen zu beteiligen. Und das, obwohl man damit zu Beginn des Spiels am ersten Spieltag direkt mal ein Zeichen hätte setzen können. Stattdessen wurde sich sogar noch darüber beschwert, dass die (eingerollten!) Fahnen die Sicht behindern ("Was soll das hier? Die Fahne steht hier sonst nicht.").

Anschließend die erste Halbzeit... klar, mit wenig Bewegung auf dem Platz und heißen Temperaturen im ganzen Stadion, aber der von Terzic so oft angesprochene "Funken" hätte theoretisch ja auch mal von den Fans entzündet werden können. Ich habe die ganze Zeit auf funktionierende Wechselgesänge gewartet oder generell eine stärkere Reaktion aller Tribünen auf einzelne Aktionen auf dem Platz (auch wenn diese überschaubar waren). Am liebsten hätte ich 90% der Leute, inkl. Mannschaft, wachgerüttelt. Stattdessen, langweiliger Dauersingsang an welchem sich nur Block 12+13 beteiligen, zweimal die anderen Tribünen zum Stehen aufgefordert, die sich nach gefühlten 20 Sekunden DIREKT wieder hinsetzen und zur Halbzeit Pfiffe und Unmutsäußerungen - inkl. der ausgesprochenen Erwartungshaltung, dass man "gegen Köln zur Pause eigentlich mit 3-4 Toren führen müsse, wenn man den Bayern auf den Fersen bleiben wolle".

In der zweiten Hälfte dann ein noch schwacheres Bild. Obwohl es viele Phasen gab, in welchen die Mannschaft die Fans gut hätte gebrauchen können, wurde der zuvor nicht geleistete Support nun mit zunehmender Spieldauer durch Stöhnen, Raunen oder Pfeifen ersetzt. -- Dass es dazu dann auch noch die Jungs und Mädels gab, die sich für Instagram in Szene gesetzt haben sowie die, sagen wir mal, weniger Fußballinteressierten ("Adamyan kommt bei Köln? Ich dachte der spielt bei uns?"), geschenkt. Die gab es früher in Teilen auch schon.

Positiv war zwar, dass ich über knapp 3h keine rechtsradikalen Äußerungen gehört, keine körperlichen Auseinandersetzungen mitbekommen und auch keine Bierbecher und/oder Würstchen habe fliegen sehen, aber insgesamt war das schon sehr ernüchternd gestern und ich hoffe sehr, dass es im Laufe der Saison vielleicht doch noch mal besser wird. Ich werde auf jeden Fall meinen individuellen Teil trotzdem weiter dazu beitragen, bin heute immer noch heiser. ;-)


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