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LGBTQI-Hass ist keine Meinung (BVB)

istar, Mittwoch, 28.06.2023, 13:58 (vor 1142 Tagen) @ Kilian

Wenn jemand die Überzeugung hat, dass es zwei Geschlechter gibt und man sein Geschlecht nicht wechseln kann, wäre das für dich auch bereits Hass? Ich würde gerne mal eine präzise umrissene Markierung der Grenze beschrieben sehen, ab wann Meinung in dieser Frage aufhört und Hass beginnt.
Ich denke, dies ist nicht zu viel verlangt, angesichts dessen, dass wir hier die potenzielle Beeinträchtigung der Berufsfreiheit eines Menschen verhandeln.


Wer meint, dass es nur zwei Geschlechter gibt, der ist irgendwo im 19. Jahrhundert oder sogar früher stehengeblieben. Dass es Menschen gibt, die genetisch weder rein männlich noch rein weiblich sind, weiß man schon seit langer Zeit.


Du weißt sowieso ne ganze Menge. Während Corona hast du auch ganz viel gewusst. Einiges von dem musste selbst Lauterbach später korrigieren.

Und es gibt Biologinnen, die behaupten, es würde nur zwei Geschlechter geben.

Da es aber unbestreitbar Männertitten gibt, bin ich mir nicht sicher.


Es kommt drauf an, wie man es definiert. Ich würde sogar behaupte, die Mehrheit aller Biologen und Biologinnen würde sagen, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Diese genetischen und phänotypischen Anomalien gibt es, aber letztendlich wurde das Geschlecht, bis vor Kurzem diese neue Debatte auf mehr als der wissenschaftlichen Ebene aufkam, immer über die Gameten (Geschlechtszellen) bestimmt und hier gibt es nunmal nur zwei - männlich und weiblich. Ein Mann mit Samenzellen wird in diesem Sinne niemals zu einer Frau werden und kann nicht schwanger werden, eine Frau mit Eizellen wird niemals Samenzellen ausbilden können und eine andere biologische Frau befruchten.
Ob sehr seltene Anomalien in diesem Muster, die übrigens meistens pathologisch sind, es rechtfertigen, dass man das gesamte Konzept vom binären Geschlecht über den Haufen wirft ist eine Frage, die man zumindestens diskutuieren sollten dürfte. Gleichzeitig muss man aber auch dazu in der Lage sein, bei dieser Diskussion seinen Anstand gegenüber betroffenen Personen zu wahren und deren Lebensrealität zu aktzeptieren. Das tut man nicht, in dem man diese Menschen mit dem Teufel oder ähnlichen Symboliken in Verbindung setzt.

Da hast du recht.

Allerdings sind diese Symboliken ja auch rein religiös. Mir persönlich wäre es vollkommen egal, ob irgendwer mit irgendeiner Religion mich Teufel nennt oder nicht.


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