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Eckdaten des Investordeals stehen wohl (Fußball und Sport allgemein)

markus, Donnerstag, 04.05.2023, 21:24 (vor 999 Tagen) @ Vati Morgana

Das ist lustig. Wenn die Vereine schon über moderne Stadien, NLZ und Geschäftsstellen verfügen, dürfen sie das Infrastrukturgeld auch anderweitig verwenden.

Sprich: von der Milliarde bei der Infrastruktur wird der Großteil bei den Erstligisten und dann doch auf dem Transfermarkt landen.


Man verteilt einen zweckgebundenen Einmalbetrag von 1 Milliarde sowie 300 Millionen zur freien Verfügung, dafür verzichten die Vereine aber für zwei Jahrzehnte auf 12,5% der Medienerlöse - was über die Laufzeit bei moderatem Wachstum etwa 3 Milliarden entspricht.

Wie muss bitte der Verteilungsschlüssel aussehen, dass das ansatzweise attraktiv für die Vereine ist?


Geht vielleicht die Rechnung ganz anders? Man will einen eigenen Streamingdienst aufbauen und die Bundesliga eventuell selbst vermarkten. Die Einnahmen von Dazn und Sky fallen dann weg. Der Aufbau einer ausreichend großen Zahl an Abonnenten, die man benötigt, um auf ähnliche oder sogar höhere Einnahmen zu kommen, wird aber einige Zeit dauern. Um die Anlaufverluste während des Aufbaus zu überbrücken, werden dann die Gelder eingesetzt. Und wenn das ganze Experiment in die Hose geht, weil die Abonnenten nicht in ausreichender Zahl gewonnen werden können, kann man immer noch zum Modell zurückkehren, die Rechte an Dazn und Sky zu verkaufen.


Ok, die Idee klingt schlüssig. Anschubfinanzierung zum Aufbau des eigenen Streamingdienstes, höhere Margen durch Direktvertrieb, Lücke bis die Nummer in Schwung kommt wird mit Einmalzahlung vergütet.
Ob sich das Ding trägt, entscheidet schließlich die Anzahl der Abonnenten.

So wird es sein.

Dann ergeben die angesetzten 750 Millionen auch einen Sinn. Glaube nicht, dass allein die technische Infrastruktur so teuer ist. Der größte Teil dürfte zur Deckung der Anlaufverluste gedacht sein. Denn bis das neue Streaming ebenfalls 1 Milliarde Umsatz einbringt, wird es etwas dauern.

Vor einigen Wochen gab es Berichte, dass die Rechte zur kommenden Rechteperiode vielleicht wieder bei einem Anbieter übertragen wird. Wenn man sein eigenes Produkt selbst vermarktet und nicht mehr versteigert, wäre das vielleicht kartellrechtlich möglich.

Ist natürlich alles Spekulation. Aber wenn das so geplant ist, dann macht der gesamte Deal plötzlich Sinn.

Heißt aber auch, dass ich der DFL nach einer erneuten Schirileistung wie gegen Bochum direkt den Stinkefinger zeigen kann indem ich das Abo unmittelbar kündige - sofern monatlich möglich. Perfekt!

Übrigens ein Tipp: Ein Kollege von mir wollte einen Monat Dazn abonnieren und hat aus Versehen auf 1 Jahr geklickt. Kann man auch nicht mehr widerrufen. Nur kündigen geht, aber halt erst mit Ablauf des Jahres.


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