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Watzke pro Investoren im Profifußball (BVB)

markus, Montag, 17.04.2023, 15:46 (vor 1218 Tagen) @ FullHD

Also mit dem Erlös, der bei der DFL im Gespräch ist, hält man einen Haaland nicht.

Da müsste man schon 50+1 kippen. Da sollen Haaland und Co. dann doch lieber weiter wechseln.


Das ist genau der Punkt. Mal angenommen es werden wirklich 2 Milliarden erlöst und der Verteilschlüssel sähe vor, dass der BVB 10% davon erhält (ist mit Sicherheit zu hoch gegriffen bei 36 Vereinen, die alle ein Stück vom Kuchen abhaben möchten), dann reden wir über einmalig 200 Millionen Euro. Ein Haaland würde aber schon über 100 Millionen Ablöse kosten und während vier Jahre Vertragslaufzeit nochmal locker 100 Millionen. Dann ist das Geld nur für einen einzigen Spieler weg. Dummerweise soll die Kohle aber für 20 Jahre sein und in diesen 20 Jahren fehlen dann 15% aus der TV Vermarktung.

Mit Scheichclubs wird man damit nicht mithalten können. Man müsste 50+1 fallen lassen und ebenfalls einen Scheich reinholen, wenn man finanzielle mithalten möchte. Das aber ist nicht der Weg, den man gehen möchte. Also bleibt nur zu akzeptieren, dass es eben auf absehbare Zeit keinen deutschen Champions League Sieger geben wird. Warum soll das schlimm sein? Es wäre interessanter, wenn die Bundesliga auch auf Dauer mal wieder ausgeglichener wäre.

Bleiben wir mal bei deinem Beispiel:
Wir bekommen 200Mio vom Kuchen.
Dann kaufen wir Spieler XY für 100Mio Ablöse.
Sein 5 Jahresvertrag inkl Handgeld und allem drum und dran kostet und nochmal 100Mio, das wären pro Jahr 20Mio.
Aus dieser Kategorie hätten wir jetzt für 5 Jahre einen Spieler und das als ein Verein, der wohl das zweit größte Stück vom Kuchen erhält.

Zur Erinnerung, Bayern ist mit einem angeblichen 35Mio/Jahr Angebot bei Haaland gescheitert.

Diesen Spieler XY haben wir nach 5 Jahren nicht mehr, müssen ihn anderweitig finanzieren oder wir verkaufen ihn nach spätestens 4 Jahren wieder.

Die verschiedenen Szenarien kann sich ja jeder selbst ausmalen, aber selbst wenn wir den Spieler mit Gewinn nach 4 Jahren für 150Mio verkaufen, dann haben wir 150Mio für den nächsten "Starspieler" und in 16 Jahren würde erst wieder frisches Investorengeld sprudeln können. Hinzu kommt, dass wir abgesehen von dem "Budget" für einen Superstar, für den restlichen Kader 15% weniger TV-Geld investieren können.
Wenn wir nur von den Liga-Erlösen sprechen, dann waren das 21/22 knapp 80Mio, also 12Mio würden wir abgeben.
Da würde uns also ein Startelfspieler fehlen für den neuen Superstar

Alles richtig. Da frage ich mich: warum fällt uns beiden sowas auf, während Watzke scheinbar denkt, dass man nachhaltig die ganz großen Weltstars in Bundesliga locken kann?

Durchdacht wirkt das alles nicht. Vor lauter Dollarzeichen in den Augen sieht man offenbar die Realität nicht mehr. Auch passt die Reihenfolge irgendwie nicht. Ich muss doch erst ein Konzept haben und dann das Geld organisieren. Es ist scheinbar umgekehrt. Es soll erst das Geld beschafft und dann erst überlegt werden, was man gedenkt damit zu machen.


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