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Watzke pro Investoren im Profifußball (BVB)

koom, Montag, 17.04.2023, 12:19 (vor 1218 Tagen) @ Kayldall

Ich hab da 2 Dinge in deinem Post gelesen, die ich nicht richtig finde.

Da argumentiere ich nicht mal unbedingt gegen. Ich fand die meisten anderen Kritikpunkte hier schon gut und wollte noch was hinzufügen.

Aber ums kurz zu erläutern:

Punkt 1: Stars: Man kann, soll und darf Stars auch machen. Und ihnen ein Gefüge (spielerisch wie sicherlich auch gehaltstechnisch) bieten, dass mal einen Jungstar vielleicht 1-2 Jahre länger hält, weil sie merken, dass es ihnen gut tut. Ich denke auch, dass die überwiegende Mehrheit von Topspielern meistens auch mehr Geld will, aber dann doch hin und wieder mal einen (länger) halten können, würde vieles entspannen. These: Ich glaube, es gibt auch Spieler, bei denen der Faktor "Guardiola" höher bewertet wird als der Faktor "Gehalt".

Punkt 2: Trainer: Speziell Trainer und Jugendarbeit betreffend ist das ja nicht das Allheilmittel, aber ein Pfeiler, der doch einiges entspannen kann. Siehe Punkt 1. Wenn die gesamtmannschaftliche Leistung gut ist, also man bspw. nicht von einem Tormonster Haaland oder einem Speedster wie Hakimi usw. abhängig ist, sondern auch ohne Topstars auf dem Feld gut und erfolgreich gearbeitet wird, dann ist man auch weniger anfällig für einen Absturz, weil ein oder mehrere Topspieler gehen. Und man kann unfertige Spieler, die man immer holen wird, egal ob aus der eigenen Jugend oder von einem kleineren Verein, besser integrieren.

Ich glaube nicht, das Investoren - wie auch immer - die Lösung bringen, die "reine" Fussballfans wollen. Aber da bleibt auch immer die Frage, was so ein Fußballfan konkret will und wie groß deren Anzahl ist. Ich glaube schon, dass die Mehrheit der Zuschauer, auch im Stadion - und auch im Dortmunder Stadion - keine die-hard-Fußballfans sind, die den Borsigplatz usw. kennen, sondern auch in erster Linie "Konsumenten", die das ganze wie Kino begreifen. Als Unterhaltung. Und die wollen natürlich den Namen sehen, den Topstar, das Spezielle.

Und nur zum Verständnis: Ich finde diese Entwicklung nicht gut. Aber wohl unaufhaltsam. Meine Vorschläge beruhen auch eher darauf, sich bewusst ein bisserl marktunabhängiger zu machen und darauf seine Identität fußen zu lassen.


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