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Die Idee: meine Vermutung (Fußball und Sport allgemein)

Ricola1, Ort, Dienstag, 14.02.2023, 13:16 (vor 1078 Tagen) @ markus

Die Idee dürfte einfach sein: upfront Zahlung durch den Investor. Mit dem Geld wird in die Attraktivität investiert: Topspieler und Auslandsmärkte. Und hier wird das gemeinsame Ziel von DFL/Clubs und Investor sichtbar: langfristig mehr Einnahmen, so dass für beide (!) Parteien am Ende mehr bleibt als ohne die Investorenlösung. Aus Sicht der DLF Mitgliedsunternehmen dürften die Einmal-Einnahme beim Investoreneinstieg und die in der Anfangsphase zukünftig noch geringeren Marketingeinnahmen also in der Gesamtwertung einen höheren Cash-Zufluss versprechen, als ohne Investoren.
Knackpunkte dürften 50+1, IPO/Börsengang, Fusion mit einer anderen Liga, Superliga und dergleichen sein. Die Finanzinvestoren wollen sicher möglichst zahlreiche Exitoptionen sichern.
Ohne diese Lösung wäre die Bundesliga zukünftig eine reine Ausbildungsabteilung von Premier League oder La Liga.


Auch mit diesem Deal wird es keinen wirklichen Anschluss an England geben. Der Bundesliga fehlen ja nicht nur die Topstars, sondern es mangelt auch an Topclubs in der Liga. Wenn man englische Liga einschaltet, ist da sehr häufig ein Topspiel mit dabei, weil mit Chelsea, Liverpool, City, Manchester und Arsenal mehrere interessante Clubs vertreten sind. Und durch versetzte Anstoßzeiten (die hoffentlich in der Bundesliga nicht kommen werden) gibt es mehr Möglichkeiten Spiele zu schauen.

Dagegen wirkt die Bundesliga mit seinen ganzen El Plasticos ziemlich trostlos. Wolfsburg, Hoffenheim, Leipzig und Leverkusen interessiert nicht einmal in Deutschland viele Menschen, warum sollte man sich dann im Ausland dafür interessieren? Und bis auf Bayern, Dortmund und vielleicht noch Frankfurt ist der Rest von der Reichweite her auch eher gering. Dazu kommt die Langeweile der Liga. Die hat man in England nicht.


Derzeit dürfte die Liga ja spannender sein als die PL. Das Argument zieht für mich ohnehin nicht, ist aber Meinungssache. City, Arsenal, Liverpool - das sind auch nur Investorenkrücken mit dem besseren Namen als Hoffenheim und Co, nebenbei. Die ganze PL ist ein Konstrukt.

Die entscheidenden Punkte sind m.E. ganz klar,
* dass die PL-Clubs ihre Kunden zwingen, Spieltage unendlich zu zerstückeln, womit schlicht alles und jederzeit vermarktbar ist. Das machen die Kunden in der Bundesliga aktuell noch nicht mit. Aus Investoren-Sicht Provinz statt Power. Womit nicht gesagt sei, dass ich das für schlecht halte. Aber Bratwurst und Bier am Samstagnachmittag und Entertainment für ganz Asien passt eben so gar nicht zusammen.
* Die PL auf eine ganz andere Medien- und Kultur-Struktur zurückgreift. England, englisch und Asien sind auf eine ganz andere Weise verknüpft. In jeder Weise, sprachlich, historisch, technologisch, sprich Reichweite.

Da werden Äpfel mit Birnen verglichen m.E.

Wenn man den deutschen Klubfussball international deutlich wahrnehmbar machen wollte und den Zugang zu richtigen Fleischtöpfen sicherstellen wollte, kommt man um eine weitere Ausbaustufe bei der Champions League und/oder eine Super-League gar nicht herum. Hilft nur Mainz oder Regensburg nicht so viel.

Ich für meinen Teil kann damit leben, abgehängt zu sein und verzichte liebend gern auf die PL.


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