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Diese Mannschaft (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 23.08.2022, 16:07 (vor 1472 Tagen) @ Sascha

die mannschaft ist schon eine gänzlich andere als vor 2020 oder gar 2017.

Gegen Werder standen gerade mal drei Spieler auf dem Platz, die vor dem Sommer 2019/2020 beim BVB waren (Dahoud, Guerreiro, Reus).

Edit: Gegen Werder hatten wir kein mentales Problem, wir hatten nie Zugriff auf das Mittelfeld und konnten selten den Ball gewinnen. Werder war eigentlich die bessere Mannschaft und gewinnt am Ende kurios. Ich frag mich da schon, wieso wir die Taktik hatten, gegen Werder zu kontern und wieso das so schleppend lief.

Aktuell haben wir somit 6 Punkte auf dem Konto, die fast schon glücklich sind. Unsere Leistung war in allen Spielen nicht gut.


Das deutet auf ein fieses Problem hin: Die Hoffnung ist ja, dass wir mit jedem Transfer Stück für Stück eine Verbesserung bekommen. Nicht nur spielerisch, sondern auch im mentalen Bereich. Tatsächlich wirkt es aber so, als würde der BVB borgmäßig alle neue assimilieren und sie ins Kollektiv einfügen....

Passt da nicht das Thema ‚Hierarchie‘, das kürzlich in Verbindung mit den Äußerungen Zicklers hier diskutiert wurde?

Wobei ich persönlich (wie schon geschrieben) nicht von einer fehlenden, sondern von einer auf dem status quo beharrenden Hierarchie ausgehen würde.

Auch wenn wahrscheinlich nicht sehr viele Mitforisten hier meine Meinung teilen, so ist es in meinen Augen immer ungut, wenn ‚von oben‘ zu stark in die Hierarchiebildung eingegriffen wird. Nach der ersten Favresaison, in der in der zweiten Saisonhälfte zu viele Punktverluste (bei einer gleichzeitigen beeindruckenden Aufholjagd Bayerns) am Ende die Meisterschaft kosteten, wurde von der Clubführung neben dem Trainer u.a. die unzureichende Anzahl von ‚Führungsspielern‘ als Manko ausgemacht. Man verpflichtete Hummels, dem man auch gleich das Etikett des Führungsspielers anheftete. Mit dieser Verpflichtung zerschlug man aber gleichzeitig eine sich gerade neu herausgebildete Hierarchie. Akanji z.B. war davon ausgegangen Abwehrchef zu werden bzw. zu bleiben. Dass er mit der Hummelsverpflichtung zurückgestuft wurde, hat ihm offensichtlich ziemlich zu schaffen gemacht und seine Leistung negativ beeinflusst.

Vielleicht sollte man auch darüber nachdenken, nicht unbedingt Spieler zu verpflichten und a priori als Führungsspieler zu bezeichnen, die woanders einer Konkurrenzsituation aus dem Weg gegangen sind. Was z.B. bei Hummels oder auch Can der Fall war.

Die Verpflichtung Schlotterbecks könnte hier in die richtige Richtung weisen. Der hat sich bei Union und bei Freiburg der Konkurrenzsituation gestellt und sich durchgesetzt. Wobei er bei beiden Clubs auch ein förderliches Umfeld hatte.

Bei Süle bin ich mir diesbezüglich nach wie vor nicht sicher. Ich hoffe, er widerlegt meine (verhaltene) Skepsis.

Möglicherweise muss auch die Konkurrenzsituation im Team verschärft werden. Bayern scheint diesbezüglich aus der letzten Saison Lehren gezogen zu haben.

Aber warten wir ab. Ich gehe davon aus, dass das Team die Scharte der Niederlage gegen Werder wird auswetzen wollen und im nächsten Spiel ein anderes Gesicht zeigen wird. Und mittel- und langfristig wird es auch eine andere Hierarchie im Kader geben und ein anderer ‚spirit‘ herrschen.


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