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Wenn der eigene Chef nicht an die Mannschaft glaubt (BVB)

herrNick, Dienstag, 23.08.2022, 15:23 (vor 1471 Tagen) @ Strobedo

Und kein Interview verlässt, ohne erwähnt zu haben, wie viele Lichtjahre die Bayern enteilt sind und dass der Gewinn der Meisterschaft nahezu unmöglich ist - was soll man da erwarten?

Es wäre wünschenswert und muss von Profisportlern verlangt werden dürfen, aus eigenem Antrieb und eigener Motivation nach dem höchsten zu streben (das sehe ich bei unseren Führungsspielern/Kapitänen nicht, nicht im Ansatz).

Aber wenn von oben das Signal kommt, dass es sowieso unmöglich ist und höchstens dann, wenn den Bayern die besten 15 Spieler für 17 Spiele wegbrechen, dann ist das nicht förderlich bzw. anders gesagt: schädigend.

Egal wie weit das nächstplatzierte (bestplatzierte) Team entfernt sein mag: Wer als zweite Kraft der letzten Jahre nicht den Anspruch an sich selbst hat, den Krösus vom Thron zu stoßen, und das (öffentlich) von sich fordert und es lebt, der kann es gleich vergessen. Die Öffentlichkeit schreibt dir Anspruch nämlich ohnehin zu (aus guten Gründen), die Fans erwarten es ebenfalls (aus ebenso guten Gründen). Und dann entsteht in dieser Brühe von weit auseinanderliegenden Erwartungen beim ersten Gegenwind eine giftige Unzufriedenheit.

Gratwanderung. Wenn der Abstand so groß ist, dass es völlig utopisch ist, den Krösus anzugreifen, macht man sich mit solchen Ankündigungen eher lächerlich. Bayern dominiert seit Jahren nach Belieben und kauft im Prinzip jedes Jahr nochmal deutlich teurer ein, als wir. Wo ist da die realistische Perspektive, dass wir sie angreifen können?


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