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Hodentumor bei Haller entdeckt (BVB)

Habakuk, OWL, Dienstag, 19.07.2022, 19:42 (vor 1509 Tagen) @ majae

Und wieviele Jahre aufwändige Studien erforderlich sind, um überhaupt eine Zunahme bestimmter bösartiger Erkrankungen zu erkennen, geschweige denn um einen Zusammenhang zu einem vorausgegangenen Ereignis herzustellen?


Mal rein interessehalber, warum sollte das so sein? Ich schau mir an, wie viele entsprechende Diagnosen, aufgeteilt nach Alter und Geschlecht, es in den Jahren gab und unter Berücksichtigung der Demografie sehe ich die Entwicklung. Bei der Kausalität sieht das natürlich schon anders aus, aber die Thrombosen nach Astra wurden doch auch sehr schnell entdeckt.

Die Thrombosen wurden deshalb schnell entdeckt, weil zigmillionenfach Impfungen durchgeführt wurden, und zwar damals (im Gegensatz zu England) mit dem AstraZeneca-Impfstoff bevorzugt bei jüngeren Menschen, und weil Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung intensiv untersucht wurden.

Was die alleinige Erfassung der Zahl bestimmter bösartiger Erkrankungen betrifft, hast du natürlich Recht, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Vorausgesetzt, die Erkrankungen werden auch wirklich erfasst, bei bösartigen Krankheiten wäre eine lückenlose Meldung an das epidemiologische Krebsregister erforderlich.

Dennoch ist das Erkennen einer echten Zunahme bestimmter Tumoren nicht ganz so banal. Wenn sich nun die Zahl einer häufigen Erkrankung wie z.B. Darmkrebs in wenigen Jahren um 10-20 Prozent erhöht, dann ist das sicherlich ohne größere Probleme erkennbar. Bei weniger häufigen Tumoren wird es aber schon schwieriger, eine statistische Signifikanz einer Zunahme ableiten zu wollen. Bösartige Tumoren entwickeln sich zudem in der Regel erst mit einer Latenz von Jahrzehnten.

Bevor man bei Profifußballern mit Hodentumoren einen Zusammenhang mit der Coronaimpfung sehen möchte, sollte man vielleicht lieber die Torlinientechnik oder den VAR mal genauer untersuchen.


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