Willkommen im BVB-Forum

Hodentumor bei Haller entdeckt (BVB)

Habakuk, OWL, Dienstag, 19.07.2022, 15:14 (vor 1509 Tagen) @ Jones

Das Meiste zu dem Thema wurde hier ja schon gesagt. Deshalb das Wichtigste hier zuerst nochmal: Gute Besserung, Sébastien!

Eigentlich wissen wir alle ja nicht viel. Zunächst bleibt also noch ein Funken Hoffnung, dass der entdeckte Tumor nicht bösartig ist. Das gestern kommunizierte Unwohlsein dürfte wohl eher eine Floskel gewesen sein, um Haller etwas Luft zu verschaffen. Dass jetzt überhaupt schon so viel nach außen gedrungen ist, spricht leider eher dafür, dass den Verantwortlichen des BVB und insbesondere Haller selbst bereits mehr bekannt ist und alle von einer ernsten und längeren Erkrankung ausgehen.

Baumgartl und Russ haben ja auch bereits über soziale Medien Nachrichten an Haller geschickt. Mit Russ hat er zusammen in Frankfurt gespielt. Auch wenn der individuelle Verlauf bei bösartigen Hodentumoren in Abhängigkeit vom feingeweblichen Ergebnis und der Ausdehnung sehr unterschiedlich sein kann, werden ihm die beiden positiven Beispiele helfen. Die Heilungsaussichten sind ja auch wirklich gut. Je nach Befund wird Haller neben der OP um eine Chemotherapie oder eine Bestrahlung nicht herumkommen. Wie es ihm bei dieser Behandlung geht und wie lange er dann ausfällt, lässt sich derzeit nicht seriös voraussagen.

Die Situation ist extrem schwierig, vor allen natürlich für Haller selbst. Das ganze Umfeld ist für ihn ja völlig neu, und da finde ich es wichtig, dass er die Hilfe und Unterstützung des ganzen BVB spürt. Gleichzeitig ist der Verein natürlich in Unruhe, weil ein wichtiger Baustein der neuen Mannschaft weggebrochen ist. Und da ist es natürlich mehr als legitim, unverzüglich nach einer Alternative zu suchen. Wünschen wir Sebastian Kehl, dass er da jetzt eine glückliche Hand hat. Zu beneiden ist auch er nicht.

Im Fokus wird sicherlich auch noch mal der "Medizincheck" von Ende Juni stehen. Da wir aber alle nicht wissen, welche Untersuchungen das Protokoll bei einer solchen Eingangsuntersuchung vorsieht, können wir auch darüber nur spekulieren. Gibt es einen Systemfehler, der solche Erkrankungen nicht abdeckt? Wurde zu oberflächlich untersucht? Gab es etwas Auffälliges, aber der Vertrag wurde trotzdem unterzeichnet? Oder war der Tumor vor drei Wochen einfach noch nicht zu erkennen? Ich hoffe mal, dass Letzteres der Fall ist.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: