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Pacta sunt servanda (BVB)

Invis, Freitag, 15.07.2022, 08:44 (vor 1513 Tagen) @ Davja89

Erlebt man doch im wahren Leben am laufenden Band eher anders ...

Die meisten nehmen natürlich das bestmögliche Gehalt. Aber viele betreiben dann Arbeitsvermeidung. Man macht natürlich genug um nicht negativ aufzufallen aber ansonsten ist man eher um die Work/Life Balance besorgt.
Das jemand über Leistung und Einsatzbereitschaft versucht sich hochzuarbeiten ist doch eher eine Sache die ausstirbt.
Es war noch nie so einfach in einer Firma in höhere Sphären aufzusteigen. Vielen ist Karriere nicht mehr so wichtig daher einfach weniger Konkurrenz.

Will das gar nicht groß bewerten. Jeder muss selber wissen was ihn glücklicher macht. Aber der Trend ist doch eindeutig.

Wenn dem so wäre (ich persönlich glaube ja, dass die Arbeit heute meist viel professioneller und getakteter ist; allein bei uns in der Firma gab es früher schonmal Freitags hier und da nen Sektfrühstück einfach weils halt so war; davon ist heute nix mehr übrig), dann wäre es aber eigentlich relativ menschlich.

Wenn mir als Mensch die Arbeit keinen Spaß bereitet, ich sie aber machen muss, um mir das restliche Leben zu ermöglichen, welches mir Freude bringt, dann versuche ich natürlich bei der Arbeit mit möglichst wenig Aufwand das rauszuholen, was ich für den Rest benötige. Eigentlich wäre es aus menschlicher Sicht ziemlich unsinnig, mehr zu tun.

Ich persönlich denke aber auch, dass es sowohl den einen Typ (arbeitet lang und hart und will Karriere machen) als auch den anderen (macht nur das absolut nötige) schon immer gab und auch viele Graustufen dazwischen.


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