Willkommen im BVB-Forum

Pacta sunt servanda (BVB)

Sascha, Dortmund, Freitag, 15.07.2022, 08:00 (vor 1513 Tagen) @ Davja89

Erlebt man doch im wahren Leben am laufenden Band eher anders ...

Die meisten nehmen natürlich das bestmögliche Gehalt. Aber viele betreiben dann Arbeitsvermeidung. Man macht natürlich genug um nicht negativ aufzufallen aber ansonsten ist man eher um die Work/Life Balance besorgt.
Das jemand über Leistung und Einsatzbereitschaft versucht sich hochzuarbeiten ist doch eher eine Sache die ausstirbt.
Es war noch nie so einfach in einer Firma in höhere Sphären aufzusteigen. Vielen ist Karriere nicht mehr so wichtig daher einfach weniger Konkurrenz.

Will das gar nicht groß bewerten. Jeder muss selber wissen was ihn glücklicher macht. Aber der Trend ist doch eindeutig.

Um mal den Bogen wieder zum Fußball zu spannen: Man sollte grundsätzlich nicht vergessen, dass niemand, wirklich niemand, zum Bundesligaprofi wird, wenn ihm die Work-Life-Balance am wichtigsten ist.

Mit seiner Etablierung im Profifußball ist Schulz schon in eine Sphäre aufgestiegen, die zigtausend andere Spieler seines Jahrgangs nie erreicht haben. Wer es dorthin schafft, hat seit dem Kindesalter eine weit überdurchschnittliche Leistung und Einsatzbereitschaft gezeigt.

Ich würde mir auch wünschen, wenn Schulz einen anderen Verein findet und sehe ihn als Spieler durchaus kritisch. Aber es ist einfach albern, einem Bundesligaprofi zu unterstellen, dass er grundsätzlich keine Leistungsbereitschaft zeigen will. Vielleicht stumpft man irgendwann ab, hat das Gefühl, Dinge nachholen zu müssen, wird zufrieden mit dem, was man erreicht hat - aber man sollte trotzdem nicht vergessen, dass jeder Spieler sehr, sehr viel investieren musste, um überhaupt dorthin zu kommen.


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread: