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Das Problem ist vor allem, dass Watzke bei sportlichen Entscheidungen mitquatscht (BVB)

Kutte92, Münster, Donnerstag, 03.03.2022, 10:24 (vor 1661 Tagen) @ Sascha

Ich verstehe es nicht wirklich, warum man mit Sammer als Berater verlängert, wenn man gleichzeitig anscheinend der Meinung ist, dass der Kader mittlerweile total verkorkst ist. Klingt mir nicht nach einer einzigartigen Erfolgsgeschichte.

Mittlerweile glaube ich sogar, dass es ein Hauptproblem ist, dass zu viele Leute hier strategisch mitreden. Watzke als CEO, Zorc als Noch-Sportdirektor und Vereinsikone, Sebastian Kehl als Nachfolger, deutscher Meister und Doublesieger, Terzic als Pokalsiegertrainer und beratend Sammer, der ebenfalls große sportliche Meriten hat. Das werden alles Charaktere sein, die von ihrem Fachwissen und der Richtigkeit ihrer Meinung überzeugt sind. Vielleicht hat man da einfach zuviele Häuptlinge versammelt und am Ende kommt dann eine Konsenssuppe raus, die von jedem Geschmack ein bisschen, aber keinen richtig hat.


Man kann das Hauptproblem wohl eher darauf reduzieren, dass Watzke bei sportlichen Entscheidungen überhaupt mitredet. Ich meine: Mit welcher Qualifikation eigentlich?

Wir sind ja hier nicht bei Rot-Weiß Erlinghausen. Watzke hat für mich null, aber wirklich null Fußballkompetenz. Aber ich bin mir sicher, dass er sich ziemlich geil fühlt, in dieser Runde mit Deutschen Meistern und Ex-Nationalspielern seine "sportliche Fachkompetenz" einfließen zu lassen.


Ich bin mir sehr sicher, dass Watzke durchaus Fußballkompetenz hat. Man wird kaum mehrere Jahre mit Klopp in enger Freundschaft verbringen, ohne tiefere Einblicke zu bekommen.

Ganz davon abgesehen ist es ziemlich weltfremd zu fordern, dass er als CEO sich aus dem Kerngeschäftsbereich heraushält und Untergebenen die Entscheidungshoheit über millionenschwere Investitionen überlässt.

Sehe ich komplett anders. Nur weil man ein paar Jahre lang mit Jürgen Klopp Skat gespielt hat, heißt das noch lange nicht, dass man danach etwas von Fußball versteht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Watzke komplett unfähig ist, einen Spieler und dessen Fähigkeiten wirklich einzuschätzen, geschweige denn ein Spiel taktisch zu lesen. Da wird Watzke nicht mehr oder weniger "Kompetenz" haben als jeder Fan auf der Tribüne.

Und natürlich hat er als CEO eine gewisse Entscheidungshoheit. Aber wie in jedem großen Unternehmen gibt es Spezialisten für bestimmte Fachbereiche. Und die Kunst besteht eben darin, diese Abteilungen so kompetent zu besetzen, dass man sich auf einen Rat oder eine dringende Empfehlung auch mal verlassen kann. Das ist in jeder funktionierenden Firma so. Ein CEO kann und soll auch gar nicht Experte für jedes Detail sein. Beim BVB kann man sich aber offenbar seit einigen Jahren u.a. nicht mehr auf die Scouting-Abteilung verlassen.
Im Übrigen ist ja auch wirklich komplett nebulös, wie Transferentscheidungen bei uns fallen. Oder wer z.B. die Vertragsverlängerung mit Bürki zu verantworten hat. Da müssen sich doch alle Beteiligten mal komplett an den Kopf fassen.


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