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BVB "ohne gute Argumente" - und vor dem Umbruch (BVB)

Cthulhu, Essen, Freitag, 25.02.2022, 10:29 (vor 1667 Tagen) @ Sascha

"Wir haben bis hierher sportlich keine guten Argumente gesammelt. In den Cup-Wettbewerben waren wir schwach unterwegs", bilanzierte Rose in Glasgow. "Das beeinflusst das Gesamtbild stark. Diesen Schuh müssen wir uns anziehen, diese Kritik müssen wir uns gefallen lassen."

Nein, sehe ich anders. Auch in der Liga waren ja nicht Ergebnisse wie das 3:0 gegen Union, oder das 6:0 gegen Gladbach der Standard, sondern die Ausnahme. Es gab viele glückliche "Willenssiege" mit einem Tor Vorsprung, die spielerisch auch auf sehr überschaubaren Niveau angesiedelt waren - und die beeinflussen das Gesamtbild stark.

Es ist eigentlich nicht anders als mit einer gigantischen Portion Glück zu erklären, dass wir am Wochenende, bei einem Frankfurter Erfolg gegen die Bayern, immer noch die Chance hätten, im dritten Drittel der Saison nah zu den Bayern aufzurücken. Mit den über weite strecken gezeigten Leistungen dürfte man sich auch nicht beschweren, wenn man in den Tabellenbereichen von Platz 5 bis Platz 9 unterwegs wäre. Und diese glücklichen, knappen Siege sind es, die das Gesamtbidl stark positiv beeinflussen.

Das Spielglück ist definitiv kaum zu unterschätzen - noch dramatischer finde ich aber, dass man im Grunde genommen schon wirklich viele wichtige Spiele verloren hat (2xAjax, Sporting, Pauli, Rangers und gegen Zwayer), weil die Mannschaft unter Rose auch absolut unfähig scheint, ein Spiel zu kontrollieren.
Da scheint es auch egal zu sein, über wie viel individuelle Klasse der Gegner verfügt, zu Großchancen kommt jeder und viele Spiele sind einfach zumindest sehr ausgeglichen und werden dann über ein Quäntchen individuelle Klasse entschieden.

Viel dramatischer finde ich aber, dass kaum eine Entwicklung wahrnehmbar ist, in der Rückrunde gab es bisher zwei Spiele, in denen man das Gefühl hatte, dass die Mannschaft jederzeit Herr der Lage war und ihre Überlegenheit ausgespielt hat, das war gegen Freiburg und in Berlin, da hatte ich auch nicht wirklich das Gefühl, als ob das kippen könnte.

Wie wir in Hoffenheim punkten und in Frankfurt nicht 5:0 verlieren konnten weiß wahrscheinlich keiner.

Jetzt hat man auf jeden Fall eine ganze Menge Zeit zum trainieren und hier muss auch die ganz klare Forderung an Rose sein, bis zum Saisonende eine sichtbare Verbesserung der Spielweise zu erzielen, ansonsten wird sich das Trainerkarussell wohl wieder weiter drehen.


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