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Bei Akanji spricht einiges für Abschied - Wird Schlotterbeck BVB-Thema? (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 10.02.2022, 15:09 (vor 1688 Tagen) @ Sascha

Bei uns ist es eher ein Wurmloch, in dem Ball und Gegenspieler verschwinden und plötzlich im 1:1 mit der Innenverteidigung sind.

Ich glaube ja immer noch, dass unsere IV nicht das Problem ist sondern der mangelnde Zugriff zwischen Mittellinie und Strafraum.


Das entspricht meinen Beobachtungen.

Diese mangelnde Zugriff hat mAn zum einen mit dem systemimmanenten ‚Fremdeln‘ Roses mit dem Positionsspiel zu tun, zum anderen mit dem Umstand, dass wir keinen wirklichen Sechser im Kader haben, der sowohl die Organisation des Defensivverbundes übernimmt, den Sechserraum auch tatsächlich besetzt und Angriffe des Gegners blockt, als auch den Spielaufbau lenkt.

Ein Fingerzeig, dass man in der sportlichen Leitung dieses Problem erkannt hat, könnte das Bemühen um eine Verpflichtung Zakarias gewesen sein. Momentan könnte man allerdings eher den Eindruck haben, dass Rose bewusst ohne Sechser spielen lässt. Was durchaus geht, siehe Guardiola mit ManCity. Es geht aber nur, wenn dies perfekt eingeübt ist und man über schnelle und antizipierende Innenverteidiger verfügt. In dieser Kombination gibt es das beim aBVB allerdings gs nicht.

Die Bayern haben z.Zt. ein durchaus ähnliches Problem. Die Gegentore der Leipziger beim letzten Bundesligaspiel in München waren da regelrecht Anschauungsunterricht.

Insofern wäre ein wirklicher Sechser ab der nächsten Saison ein absoluter Muss.

Direkte Priorität dahinter hat allerdings in meinen Augen die Innenverteidigung und die Außenverteidigung.


In diesem Zusammenhang muss man auch mal Bellinghams taktische Rolle mal etwas kritisch beleuchten. So gerne ich ihn sehe, aber ist es wirklich gewollt, dass er teilweise bis an die gegnerische Grundlinie vorstößt? Vor allem, wenn er - wie gegen Leverkusen - zusammen mit Dahoud und Brandt die Zentrale besetzt. Dahoud ist pressingresistent, Brandt mittlerweile offensiv realtiv gut unterwegs. Aber beide zusammen als alleinige Absicherung im Mittelfeld? Das ist dann auch eine Einladungskarte, die man dem Gegnerisch schickt.

Das sieht bei Bellingham momentan in der Tat überspitzt ausgedrückt eher nach ‚Mittellinie-zu-Torauslinie‘ als nach ‚Strafraum-zu-Strafraum‘ aus. Und da Rose hier nicht eingreift, ist die Vermutung vielleicht nicht abwegig, dass dies auch so gewollt sein könnte.

Das Spiel grundsätzlich vorne halten zu wollen ist ja nicht die schlechteste Absicht. Genauso wie Fehler in der Offensive auch möglichst schon im Angriffsdrittel korrigieren zu wollen. Wenn dies allerdings nicht funktioniert, muss die defensive Raumbesetzung dann aber auch stimmen.


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