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"Zumal er in der Defensivarbeit stark ist." (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 05.01.2022, 23:44 (vor 1739 Tagen) @ Klopfer

Kagawa war kein Mittelstürmer, eher ein OM und der ist in der Tat ein gutes Beispiel für Ballzurückeroberung. Zum Beispiel im Pokalfinale gegen Bayern das 5-2 endete für den BVB hatte er so früh ein Tor erzwungen.


Genau das, Kagawa war ein Meister des offensiven Gegenpressings, er hat das BVB-Spiel auf ein Level gehoben, bei dem selbst die Bayern erst einmal nicht mithalten konnten.
Tragisch war allerdings, dass ohne ihn diese Waffe des BVB schwach wurde, nachdem er 2012 durch Reus ersetzt wurde.
Genauso, wie seine Fähigkeiten bei United weder gebraucht noch geschätzt wurden.
Als er dann zurück kam, war es zu spät, das BVB-Spiel hatte sich längst geändert und auch die Motivation bei Kagawa, seine eigentlichen Fähigkeiten einzusetzen ging gegen Null.

SGG
Klopfer

In dieser unglücklichen Saison, als er zurückgeholt wurde, hatte er vereinzelt noch solche Momente.

Ich erinnere mich noch sehr gut an das Hinspiel bei den Bayern. In unserer damaligen Verfassung hatten wir eigentlich keine Chance, dort irgendetwas zu holen. Aber Kloppo setzte Kagawa regelrecht auf Alonso an. Dieser war die zentrale Anspielstation im Spielaufbau, der Stratege und tiefe Spielmacher der Bayern. Kagawa presste ihn unentwegt. Der sonst so ballsichere Alonso wusste überhaupt nicht wohin mit dem Ball und sich selbst. Entsprechend gestört war auch das Spiel der Bayern. Da lief nicht wirklich etwas zusammen und durch einen schönen Konter führten wir zur Pause folgerichtig mit 0:1.

Leider hatte dann Guardiola zwei spielentscheidende Änderungen vollzogen. Zum einen zog er Alonso auf die Linie der Innenverteidiger und sogar dahinter zurück. Den vorher von Alonso besetzten Raum ließ er einfach unbesetzt. Kagawa hatte niemanden und nichts mehr zu Preisen und seien noch in der ersten Halbzeit so effektive Wirkung verpuffte völlig. Der Druck der Bayern wurde folgerichtig immer stärker, doch sie konnten dies nicht in Tore ummünzen. Aber wir standen quasi mit dem Rücken zur Wand. Und dann wechselte Pep Ribéry ein und machte ihn dabei heiß auf direkte Duelle mit Subotić, den er als Schwachpunkt in der BVB-Defensive ausgemacht hatte. Und genau diese Maßnahme hat uns dann das Genick gebrochen.


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