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5 Fehlurteile von VAR, Zwayer und Drees beim Top-Spiel, Teil 1 (BVB)

Bembele, Münster, Mittwoch, 08.12.2021, 15:05 (vor 1782 Tagen) @ CLM
bearbeitet von Bembele, Mittwoch, 08.12.2021, 15:11

Leider folgt nun viel Text (mit den Fehlern 1-3, 4-5 folgen sofort)...ist aber auch etwas kompliziert...so wie das vermeintliche Haaland-Abseits...

1. Der Hummels-Elfmeter:

Hummels wird beim zum Ballgehen von Bellingham gestoßen und von Müller durch seine Hand im Gesicht/dann am Hals entscheidend behindert (immerhin wurde das im Sportstudio erwähnt). Im Mittelfeld wird die Hand im Gesicht oder am Hals des zum Kopfball springenden Spielers - sofern vom Schiri wahrgenommen - zu 90 Prozent als Foul/Unsportlichkeit beurteilt.
Wohl jeder, der - vor allem im Getümmel - eine Hand im Gesicht und am Hals spürt, macht zum Schutz automatisch die Augen zu, ebenso Hummels. Er kann also in dem Moment gar nicht wissen, wo genau der Ball ist in dem Moment, da er auch von hinten (Bellingham) gestoßen wird, kommt er in die sich nach vorne beugende Schieflage und droht zu stürzen, so dass er dabei den einen Arm, um den möglichen Sturz abzufedern, nach vorne zieht (auch zum Ausponderieren des Gleichgewichts).
Nahezu jeder in vergleichbarer Lage hätte eine ähnliche Armhaltung gehabt, um sich zu schützen. Es handelt sich vom Bewegungsablauf also um keine unnatürliche Armhaltung. Hier von Vergrößerung der Körperfläche zu sprechen, ist geradezu absurd; genauso braucht jeder Spieler zum Beispiel auch die Armbewegungen in die Höhe, wenn man zum Kofpball hochspringt, denn mit angelegtem Arm käme er nicht von der Erde hoch. Leider haben nahezu alle Fußballkommentatoren zu wenig Kenntnis von natürlichen Bewegungsabläufen im Sport, besonders im Fußball (z.B. bei der Entlarvung von Schwalben), was neulich auch von Völler bemängelt wurde.
Völlig rätselhaft ist mir die Kommentierung einen Tag nach dem Spiel vom DFB-VAR-Projektleiter Drees, der nur die mögliche Behinderung durch einen Mitspieler (Bellingham) wahrgenommen hat: "der Spieler (Hummels) ....wird gegebenenfalls durch einen weiteren Mitspieler irritiert." Von Müller ewähnt er nichts!! Immerhin gibt selbt Drees zu: " Der Spieler (Hummels) hat zum Zeitpunkt der Ballberührung den Blick nicht zum Ball gerichtet..." vgl. https://www.dfb.de/news/detail/drees-bewertung-eines-strafbaren-handspiels-und-somit-eines-strafstosses-korrekt-235356/

Fazit: a.) Dem Handspiel geht ein Foul von Müller voraus (ob Absicht oder nicht, ist irrelevant), es sei denn, Sie meinen, dass sei kein Foul. Dann aber dürfte zukünftig jeder seinem Gegner mit Händen im Gesicht und Hals am Ballkontakt hindern. b) Hummels Armbewegungbewegung ist natürlich, ohne Absicht den Ball zu stoppen. c) Da Herr Zwayer ja den Armkontakt wahrnahm. hätte der VAR gar nicht eingreifen dürfen/müssen, da es ja keine komplette Fehlentscheidung war.
Deshalb diskutierte der Schiri ja fast 2 Minuten (!) noch auf dem Platz mit dem VAR, bevor er zum Bildschirm ging. Wäre es eine klare, von Zwayer nicht gesehene Fehlentscheidung gewesen, hätte sich Zwayer doch direkt zum Bildschirm begeben (können/sollen). Warum hat der VAR aber nicht die entscheidende Behinderung von Müller wahrgenommen? Oder wollten Sie es nicht sehen? Beides wäre fahrlässig. Das Gleiche gilt für Zwayer, der sich mehrere Zeitlupen ansah, aber dann final nur das Standbild vom Ball/Armkontakt bewertete (konnte man im Fernsehen erkennen).

2. Der nicht gegebene Elfmeter an Haaland in der 43. Minute (auch dem Kicker-Ticker und den Sky-Experten am Samstag):
Dieses klare, (auch vom DFB so beurteilte Foul) vollkommen unstreitige Foul von Lewandowski an Haaland ist auch vom VAR erstaunlicherweise – denn das war ein Fall für den VAR, da von Zwayer so nicht wahrgenommen – nicht reklamiert: Lewandowski hält an der Strafraumgrenze Haaland an Hals und Schulter fest, damit er nicht Richtung Tor und dem hereingetretenen Freistoßball laufen kann. Es ist nicht ganz klar, wo da Foul beginnt (es scheint - entscheidendauf der 16er Linie), aber das Halten zieht sich bis etwa 1 Meter in den Strafraum hinein, bis dann Haaland zu Fall kommt, der dann auch kniend lautstark reklamierte.

Selbst der DFB-VAR Projektleiter Drees bestätigt das Foul: „In dieser Situation liegt ein Halten des Münchner Spielers vor…. Aus meiner Sicht handelt es sich regeltechnisch um ein Foulspiel, welches einen direkten Freistoß (scil. Elfmeter) und eine Verwarnung des Bayern-Spielers hätte nach sich ziehen müssen.“ Vgl. https://www.dfb.de/news/detail/drees-bewertung-eines-strafbaren-handspiels-und-somit-eines-strafstosses-korrekt-235356/

Drees versucht den Schiedsrichter und den VAR dennoch - mit allerdings widersprüchlicher Begründung - zu verteidigen, zunächst: „Diese (scil. Aktion) findet allerdings kurz vor dem Strafraum seine Wirkung und wurde von Felix Zwayer bewertet.“ Kurz danach: „Zur Frage des Tatorts, also ob das Halten eventuell knapp im Strafraum endete, lassen die vorliegenden Bilder für den VA keinen zweifelsfreien Beleg zu, sodass hier keine Interventionsmöglichkeit für den VA besteht.“

Also zunächst behauptet Drees, die Aktion findet „kurz vor dem Strafraum“ seine Wirkung (was immer das heißen soll) um hinterher festzustellen, dass die Bilder „keinen zweifelsfreien Beleg“ geben, ob das Halten „eventuell knapp im Strafraum endete“. Im einen Fall, will er es also sicher erkannt haben, im anderen nicht. Dabei steht durch die vorhandenen Bilder völlig außer Zweifel, dass das Halten Lewandowskis sich weit in den Strafraum hineinzieht. Folglich hätte der VAR sich melden müssen bei Zwayer. Ob dieser dann folgerichtig auf Elfmeter entschieden hätte (müssen), steht auf einem anderen Blatt.

3. Der nicht gegebene Elfmeter bei Davies- Handspiel in 23. Minute (nicht nur Sky, auch dem Kicker-Ticker und dem DFB/Drees entgangen)

Meunier flankt und der im Strafraum in den Flankenball hineingrätschende Davies blockt den Ball aus etwa 2-3 Meter Distanzmit leicht erhobenem rechten Arm ab und ins Toraus zum Eckball. Während sein linker Arm sich am Körper befindet und sich auf den Boden lehnt, hat Davies den rechten Arm leicht erhoben vom Körper weggestreckt. Obwohl er beim Fallen eigentlich auch mit den rechten Arm sich dem Boden zuwenden müßte, um den Sturz abzufedern, hält er den Arm fest angespannt nach oben; wenn er unfreiwillig angeschossen worden wäre, würde der Arm, wie es meistens in solchen unabsichtlichen Fällen geschieht, durch den Ball zur Seite bewegt worden. Aber wie dem auch sei: das ist ein Handspiel und wenn Hummels ein Elfmeter sein soll, dann erst recht dieser, denn Davies sieht den Ball - im Gegensatz zu Hummels - ganz genau auf sich zukommen. Und selbst wenn Zwayer das im Spiel gesehen und als nicht ahnungswürdig beurteilt hätte: warum hat der VAR ihn nicht auch darauf hingewiesen, sich das anzuschauen – wie bei Hummels Handspiel, was Zwayer auch selbst gesehen und als nicht ahnungswürdig betrachtet hatte. Der DFB und Drees gehen auf diese Szene im Nachgang gar nicht mehr ein, weil hier gibt es keine Argumente mehr gegen einen VAR-Aufruf und einen folgerichtigen Elfmeter.

Punkte 4 und 5 folgen sofort...


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