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Barça: Xavis erste Opfer (Fußball und Sport allgemein)

bobschulz, MS, Dienstag, 09.11.2021, 18:15 (vor 1532 Tagen) @ pactum Trotmundense

Ehrlich gesagt kann ich mir kaum vorstellen, dass Verletzungen aufgrund falscher Betreuung entstehen.


Verletzungen können durch eine zu hohe Belastung und mangelhaftes Aufwärmen entstehen. Wobei zu hohe Belastung bedeutet, dass der Körper über einen langen Zeitraum Belastungen ausgesetzt sein muss, für die er nicht ausgelegt ist. Das kann ich mir bei dem Tracking der Gesundheitswerte, die im Fußball auf dem Niveau stattfindet, nicht vorstellen kann. Trainings werden immerhin auch so gestaltet, dass man nicht permanent an 100% oder darüber geht. Jeder Marathonläufer z.B. weiß auch, dass er im Training nicht die volle Distanz geht und auch nicht die volle Geschwindigkeit.

Wenn man aber weiß wie groß der Schmerzmittelmissbrauch bei Fußballprofis ist, kann man da durchaus ein Problem sehen. Wer die Warnsignale des Körpers unterdrückt, kriegt die Folgen zu spüren. Auf welche Belastung die Spieler aber keinen Einfluss haben, ist die Menge der Wettkämpfe, also der Spiele. Dort gibt man natürlich alles. Dafür hat man schließlich trainiert und das ist auch der Sinn. Man sieht es im Handball zur Zeit ganz deutlich. Dort gibt es in den Spitzenligen unter den Spielern, die an internationalen Wettbewerben teilnehmen und auch Nationalspieler sind, seit einigen Jahren eine regelrechte Verletzungsepidemie. Unterbrochen nur kurz durch die Zwangspause wegen Corona. Im Fußball geht es stark darauf zu.

Da nutzt auch alles Betreuung nichts. Man kann natürlich das Trainingspensum senken, aber das hat dann eben auch den Nachteil, dass die Spieler nicht fit genug für die Ansprüche während des Wettkampfs sind. Auch das führt dann wieder zu Verletzungen. Es ist eine Gratwanderung und der effektivste Gesundheitsschutz sind weniger Wettkämpfe. Aber das wollen die Verbände nicht und die Vereine freuen sich auch über die zusätzlichen Einnahmen. Die Spieler sind ein Verbrauchsmaterial. Muss man so sagen. Ist einer kaputt, verpflichtet man eben einen neuen Spieler.

Wobei die Spieler zumindest beim Fußball ohne Existenzsorgen aufstehen könnten und sagen könnten:
Für 10 % weniger Spiele (2 Spiele Cl, 3 Nations League und eine Runde weniger Pokal) würden wir auch auf 10 % Gehalt verzichten. Denn die Vereine sind doch nur noch Verteiler der Gelder an die Profis. Etwas mehr Organisation der Profis und man hätte etwa gegen die sinnfreie Nations League (aka den "überflüssig wie die Eier vom Papst- Pokal" ) vorgehen können bzw sich einfach weigern können, diese zu spielen. Alle wollen mehr Geld, Alle leben gut von einem System, das fast bis zum Anschlag aufgepumpt ist mit viel zu viel Geld. Nur dass dieses alleine durch die dauerhafte TV-Übertragung von Spielen in den Kreislauf kommt (okay und arabische Rechtsstaaten und amerikanische Investoren und irgendwelche Abramovitsche oder Sheriffs) und somit immer mehr Spiele verlangt, wird dabei gerne übersehen, von den Herren Profis und deren Beratern.
Das soll nur die Arschkarte etwas diversifizieren, denn die Spieler sind nicht nur Opfer oder wenn dann sehr gut bezahlte. Und es wird ihnen erst später dämmern, dass ihre Gesundheit sie ein Leben lang begleiten wird, ihre Mio nicht (oder nicht zwingend).


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