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Der Favre-Ansatz ist ja auch nicht grundlegend falsch. (BVB)

Cthulhu, Essen, Dienstag, 08.12.2020, 13:23 (vor 2150 Tagen) @ WBSTRR

Fußballerisch steht Farke für einen ähnlichen Ansatz wie Tuchel. Er möchte über Ballbesitz Dominanz erzeugen und Spiel und Gegner kontrollieren. Er wäre also eher nicht der Trainer, der die hier herbeigesehnten Vollgasveranstaltungen verspricht. Das könnte aber auch Sinn machen, weil er den Favre-Ansatz nicht komplett über den Haufen werfen müsste, sondern eher für eine vorsichtige Evolution als für den krassen Gegensatz stehen würde. Denn es ist für mich durchaus fraglich, ob es Sinn machen würde, jetzt wieder alles über den Haufen zu werfen, um zu versuchen, eine Pressingmaschine zu bauen.

Mit den Spielern die wir haben und der Liga in der wir spielen, werden wir immer viel Ballbesitz haben und der Spielansatz muss damit auch irgendwie umgehen können.

Ich glaube sogar fast, dass die Kritik an Favre deutlich milder ausfallen würde, wenn es nicht sinnlos wäre, sich die erste Halbzeit anzuschauen - das, was wir oft in der zweiten Halbzeit zu sehen bekommen, dürfte schon ungefähr dem entsprechen, womit viele zufrieden wären.

Aber dann gibt es diese Spiele wie gegen Düsseldorf, Augsburg, Paderborn, Köln usw., wo man völlig ohne Elan ins Spiel geht und dann nur noch hinterher rennt. In der Mehrzahl der Fälle erfolgreich, aber aktuell scheint da auch die Kraft nicht mehr zu reichen, sonst wäre in Frankfurt wohl mal wieder ein Spiel gedreht worden.

Am Ende wird es aber kaum einen Weg um Ballbesitzfußball drum rum geben, wir sind zwar bis auf den Bayern jeder anderen Mannschaft überlegen, aber grade da ist Ballbesitzfußball ein Vorteil.

Man darf aber auch mal den Gegner zu Fehlern zwingen oder früh klar machen, wer die Spitzenmannschaft ist.


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