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Favre-Alternativen (BVB)

Sascha, Dortmund, Dienstag, 08.12.2020, 10:19 (vor 2150 Tagen) @ WBSTRR

Fußballerisch steht Farke für einen ähnlichen Ansatz wie Tuchel. Er möchte über Ballbesitz Dominanz erzeugen und Spiel und Gegner kontrollieren. Er wäre also eher nicht der Trainer, der die hier herbeigesehnten Vollgasveranstaltungen verspricht. Das könnte aber auch Sinn machen, weil er den Favre-Ansatz nicht komplett über den Haufen werfen müsste, sondern eher für eine vorsichtige Evolution als für den krassen Gegensatz stehen würde. Denn es ist für mich durchaus fraglich, ob es Sinn machen würde, jetzt wieder alles über den Haufen zu werfen, um zu versuchen, eine Pressingmaschine zu bauen.

Vom Sinn ganz abgesehen, möchte ich schon die Möglichkeit verneinen. Für den Pressingansatz braucht es im vorderen Bereich drei, vier neue Spieler. Den Elan des vorhandenen Personals sieht man ja schon daran, wie verzweifelt Haaland oft mit den Armen rudert, wenn er den gegnerischen Torwart anläuft. Situativ mögen die Spieler dazu zwar mal bereit sein, aber im Leben nicht als grundlegende Spielphilosophie. Die Installation der Fünferkette war ja auch mittelbar eine Reaktion auf mangelnde Defensivlaufarbeit im offensiven Mannschaftsteil.

Und für einen derartigen Umbau wird dem BVB schlicht und einfach die Kohle fehlen. Klar, wir werden aller Voraussicht nach Sancho verkaufen und da könnte ein (jetzt wohl geringerer) Betrag im Bereich der 100 Millionen bei rausspringen. Aber netto bleibt dann eben nicht einmal ansatzweise ein Betrag übrig, mit dem man vier CL-fähige Spieler inklusive der "Nebengeräusche" verpflichten kann.

Es wird ein Trainer sein müssen, der im Großen und Ganzen mit der Ausrichtung des vorhandenen Kaders arbeiten kann.


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