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Und wenn du ganz unten stehst, dann steh‘n wir hier (BVB)

Sascha, Dortmund, Freitag, 31.07.2020, 10:47 (vor 2256 Tagen) @ Nolte


Und der allergrößte Teil der Menschen, die den Sport mögen, gehen nicht hin, sondern verfolgen ihn am TV. Krass, oder? Der Stadiongang scheint für etliche Leute also noch andere Facetten zu haben, als nur die reine, sportliche Darbietung an sich.

Das mag sein, aber ich glaube, viele der "Nicht-Stadiongänger" tun das deshalb nicht, weil sie weit vom Stadion entfernt wohnen. Ich sehe es jedenfalls ähnlich wie manch Andere hier, dass diejenigen, die normalerweise gehen, aber es bei verminderter Stadionkapazität lassen, sich in ihrer Motivation kaum vom sonst so gern belächelten "Eventpublikum" unterscheiden.

Normalerweise sind in Dortmund die Kneipen zu BVB-Heimspielen proppevoll und wenn im Frühling die Fenster offen sind, hört man bei den Spielen Torjubel, wenn der BVB trifft. Was ich damit sagen will: in Dortmund und im Umfeld gibt es viele Menschen, die Fußball-/BVB-Fan sind und dabei trotzdem nicht ins Stadion gehen.

Ich verstehe den Drive zum "Eventpublikum" auch nicht so wirklich. Das Ziel ist doch, sich mitreißen zu lassen und den BVB anzufeuern. Dass das ohne Strukturen nicht funktioniert, sieht man bei jedem Länderspiel. Wenn dann auch noch dazu kommt, dass die wenigen Leute über das ganze Stadion verteilt sind und ein Miteinander eigentlich vermieden werden soll, dann verschwindet diese Funktion komplett. Dazu kommt, dass eben auch das ganze Drumherum, dass einen in Spieltagsatmosphäre versetzt, vollständig fehlt und durch einen Vorgang ersetzt wird, der einem nicht behagt.

Letztendlich ist das für mich nichts, was die Funktion eines Fans in dem ganzen Ablauf ausmacht, sondern einfach nur "Fußball gucken". Und das kann ich auch ebensogut zuhause.


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