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Sommertransfers - kicker: bisher keine Angebote für Sancho, SZ: Bellingham mit Zusage (BVB)

mkLusches, Münster, Montag, 15.06.2020, 15:21 (vor 2041 Tagen) @ Sascha

Verstehe ich ja als unternehmerische Entscheidung seitens der Vereine.

Es passt nur nicht zueinander, dass während der Corona-Zeit vom kranken Profifußball gesprochen und nachhaltigeres Wirtschaften erhofft oder gefordert wird. Und dann in der nächsten Transferperiode doch teure Transfers und große Kader gefordert werden. Wenn man hofft, dass sich der Profifußball ändert, muss man als Fan auch ein bisschen seine Ansprüche anpassen, finde ich. (Nicht speziell auf meinen Vorposter bezogen, sondern z.B. auch auf die Diskussion um einen neuen Torwart.)


Was ist denn damit eigentlich gemeint? Wenn man einfach nur die Summen runterregelt, dann ändert das doch am Problem nichts.


Es wurden in den letzten Monaten ja auch verschiedene Möglichkeiten der Regulierung ins Spiel gebracht, um das Verhältnis Einnahmen / Ausgaben anders zu handhaben. Klar, dass es beim BVB anders aussieht als bei den meisten anderen Vereinen.

Das ist alles eine ziemliche Quadratur des Kreises. (...) Aber ist es dann wirklich ein realistischer Weg, dass die großen Vereine, die sich teure Transfers leisten können, eher auf sie verzichten, damit die Preise sinken und die Vereine dahinter auch wieder mitstinken können?


Schon richtig. Bei der Diskussion komme ich meistens leider zu dem unschönen Schluss, dass die Bundesliga einfach nicht mehr die richtige "Plattform" ist, weil die Vereine einfach in völlig unterschiedlichen Welten leben und das kaum mehr auszugleichen ist. So viel kann man die Verteilung der Gelder überhaupt nicht mehr ändern.


Ja, dem ist so. Ist auch die Frage, wie sehr die Vereine Änderungen überhaupt wollen dürfen. Watzke ist CEO eines börsennotierten Unternehmens. Was würde denn passieren, wenn er nicht dafür einstehen würde, dass der BVB auch weiterhin größere Brocken von TV-Geldern etc. bekommt? Die nächste Aktionärsversammlung wäre für ihn mit Sicherheit kein Spaß. Es ist gar nicht sein Job, einen möglichst gleichmäßigen Wettbewerb zu etablieren, sondern im Gegenteil, sich Wettbewerbsvorteile zu erarbeiten.

Ich sehe da wirklich einfach keine anderen Möglichkeiten mehr als entweder das Fallenlassen aller Hemmnisse, sprich 50+1, damit die anderen Vereine zumindest die potentielle Möglichkeit haben, mit Investoren in finanziell andere Sphären vorzustoßen, oder eben, dass die europäischen "Reichen" ihren eigenen Wettbewerb ausspielen.

Beides keine Alternativen, die ich gut finde. Aber mir fehlt völlig die Idee, welche wirklich gangbaren Wege es zurück geben sollte. Vielleicht hätte man das vor zehn Jahren noch irgendwie hindeichseln können, aber jetzt ist man viel zu weit.

Durch Gehaltsobergrenzen kann man vielleicht erreichen, dass Spieler bei den Vereinen auf Platz 3-6 nicht mehr gezwungen den Wechsel zu 1-2 anstreben sondern vielleicht lieber der Star in Ihrer Truppe mit Stammplatzgarantie bleiben und so die Qualitätsdichte wieder steigt. Für realistisch halte ich das aber auch nicht wirklich, da die Gelder dann sicherlich über andere Wege fließen werden.


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