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Absurd, wie sich der Autor verrennt,... (BVB)

Alones, Mittwoch, 04.03.2020, 12:50 (vor 2383 Tagen) @ simie


Ja, was wird er denn dann, wenn man ihn als "H***nsohn" bezeichnet, wenn man sein Bild im Fadenkreuz abbildet und ihn mit unflätigsten Gesängen beschimpft? Das ist doch bitte einfach nur noch grotesk.


Er wird beleidigt. Eben nicht diskriminiert.

Darüber hinaus sollte man vllt. auch etwas den Kontext betrachten. Wenn der gegnerische Torwart beispielsweise einen Abstoß vor der gegnerischen Kurve macht, hat es schon immer "Arschloch, Wichser, Hurensohn"-Rufe gegeben. Es geht darum, den Gegner zu verunsichern. Und das schafft man nicht, indem man "Mir gefällt dein Haarschnitt" brüllt. Das heißt aber nicht, dass man diese Person auch tatsächlich für einen *beliebige Beleidigung* hält. Dieses Mindestmaß an Abstraktionsfähigkeit sollte man von einem Menschen erwarten können. Wer hier nicht differenzieren kann, hat den Fußball und die damit verbundene Kultur niemals wirklich verstanden. Für diese 90 Minuten gelten andere Gesetze. Es wird sich gegenseitig beleidigt und bekämpft. Hinterher gibt man sich die Hand und trinkt zusammen ein Bier. Was dazwischen passiert, ist eine satirische Überhöhung der Ereignisse, um der eigenen Mannschaft einen Vorteil zu verschaffen. Eine Grenze ist erst überschritten, wenn irgendwelche Chaoten Gewalt ausüben oder tatsächlich diskriminierende Äußerungen fallen. Was sich hier seit Tagen rund um die Person Hopp abspielt, ist einfach nur ein schlechter Witz. Sind Hurensohn-Rufe niveaulos? Freilich. Macht das Dietmar Hopp aber zu einem Opfer von Diskriminierung? Mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil: Menschen, die tatsächlich diskriminiert werden, werden durch solche absurden Vergleiche geradezu verhöhnt.


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