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Alles gut, aber nich talles gut (BVB)

herrNick, Mittwoch, 18.12.2019, 13:22 (vor 2351 Tagen) @ NGM

Du schliesst halt aus, daß jemand der kein Trainer ist genausogut Wissen haben kann. Durch daß Internet ist viel mehr Information verfügbar und die Lücken sind im Vergleich viel kleiner als früher.
Ist ja in anderen Berufen nicht anders.


Also wenn Du tatsächlich glaubst, durch Internet genau so viel Erfahrung und Wissen wie durch Ausbildung und praktische Tätigkeit zu erlangen muss ich leider sagen: Du bist auf dem Holzweg.

Die Youtube-Uni sorgt nicht für tatscähliches Fachwissen sondern führt nur zum Dunning-Kruger-Effekt...


Hab ich auch nicht behauptet, aber du kannst mir nicht erzählen daß Fußball theoretisch so hochkomplex ist daß kein Mensch ausserhalb der Bundesliga was davon verstehen würde.Ist ja nicht so daß der Trainer Lehrgang über 3 Jahre Theorie ist.


Nein, es geht nicht um die Theorie. Es geht um die Praxis. Favre hat einen Track Record, er hat in verschiedenen Ländern 20 Jahre lang im Profi-Fussball sehr erfolgreich Mannschaften trainiert. Diejenigen, die es am besten beurteilen können, nämlich Spieler und Verantwortliche, bescheinigen ihm durchgehend eine sehr hohe Kompetenz und betonen gerne die Nachhaltigkeit seiner Arbeit. Das ist die Praxis und diese Wissenslücke ist unmöglich mit Hilfe des Internets zu schließen.

Zweitens geht es um den täglichen Eindruck. Ein Trainer sieht seine Spieler an jedem Arbeitstag. Er verbringt mehrere Stunden mit Ihnen und kann sich ein Bild von Ihnen machen. Dazu hat er das Fachwissen (siehe voriger Abschnitt), um ihre Verfassung zu beurteilen. Zusätzlich hat er noch eine bestimmten Plan, wie er in bestimmte Spiele gehen will und wie er auf unterschiedliche Situationen reagieren möchte. In diese Pläne lässt er seinen Eindruck von der Verfassung der Spieler mit einfließen. Um diese Verfassung zu beurteilen und mit einem möglichen Matchplan abzugleichen fehlt jedem Forenuser hier das Fachwissen, der tägliche Eindruck und der Matchplan.

Und genau deshalb kann ein Trainer wie Favre das eben 500 Mal besser beurteilen.


Zähl mal alle erfolgreichen Stationen auf und die Abstürze natürlich gleich mit. Würde man den gleichen Standard auf alle Trainer anwenden könnte man meinen Tedescos, Weinzierl und Co wären auch alle erfolgreiche Trainer. Das Spieler sich positiv über ihre Trainer äussern ist PR Training. Ein Hummels, ein Bürki haben auch sehr vorsichtig formuliert harte Kritik an Favre geäussert, aber so richtig scheint daß niemanden zu interessieren.
Wenn ich der Meinung bin daß Favres Fußball veraltet ist, dann bringt es recht wenig zu sagen wie oft er mit den Leuten zusammen ist.
Ich versteh auch nicht die Pro Favre Argumente aber gleichzeitig die Mannschaft bashen warum sie Scheisse spielt. Kaum einer im Forum ist zufrieden was daß spielerische Angeht, daß einzige Argument ist der Punkteschnitt.

Konkret ging es in diesem Strang um die Nicht-Einwechslung von Alcacer und eben darum, dass aus den oben genannten Gründen ein Trainer das 500 Mal besser beurteilen kann. Darauf bist Du leider nicht eingegangen, sondern bist wieder in Deine seit Wochen bekannte Pauschalkritik verfallen.

Und 1.) sollte es dir selbst peinlich sein den Werdegang von Tedesco und Weinzierl mit Favre zu vergleichen und 2.) auch diese beiden können eben 500 Mal besser beurteilen, ob es sinnvoll ist einen bestimmten Spieler in einer bestimmten Situation einzuwechseln oder eben nicht.

Im übrigen sind nach meinem Eindruck aus Leute, die bis vor ein paar Wochen sehr harte Kritik am Trainer geübt haben doch bei der spielerischen Entwicklung deutlich optimistischer.


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