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Wechseln am Ende (BVB)

Argyle, Köln, Mittwoch, 18.12.2019, 01:54 (vor 2352 Tagen) @ Nietzsche
bearbeitet von Argyle, Mittwoch, 18.12.2019, 01:59

Hätte Sancho sich nicht verletzt, wäre der Wechsel so wohl nicht passiert.


Das sehe ich auch so. Oder ich hoffe es zumindest.

Es war aber klar, dass Leipzig nach dem 3:2 aufmacht. Daraufhin Pischu als zweikampfstarken Außen zu bringen (hat da ja auch einiges weggeflext) und Hakimi als den vielleicht schnellsten Spieler ein, zwei tödliche Konter laufen zu lassen, ohne dass er immer wieder auf die Handbremse treten muss, weil er absichern muss, finde ich absolut nachvollziehbar.


Was heißt denn "Leipzig muss aufmachen"? Die haben sich das ganze Spiel über kaum eigene Torchancen erarbeitet und weil wir ein Tor geschossen haben und das Momentum auf unserer Seite haben, werden wir jetzt hinten reingedrängt?
Ohne die Verletzung hätten wir sie einfach weiter kontrolliert und ggf. das vierte Tor gemacht. Du sagst ja auch, dass wir so nicht gewechselt hätten.
Warum also nicht so wechseln, dass das Spiel so weitergeht?

Ähm, weil der Mann humpelnd vom Platz gegangen ist, für den sich City, ManU, Chelsea und Gott weiß wer demnächst auf dem Transfermarkt zerfleischen?! Den kann man nicht mal eben mit Jacob Bruun Larsen oder Paco „ich laufe nicht so gern“ Alcazer ersetzen.

Eine Änderung war unweigerlich notwendig!

Diese Ängstlichkeit, dieses Abfinden damit, dass man jetzt dominiert wird und der Gegner irgendwie plötzlich total stark wird, ist doch grundfalsch.
Sowas passiert Spitzenmannschaften höchst selten.

Und durch die Einwechslung von Pischu wird aber genau das Signal gegeben. Das müssen wir jetzt halten, uns gegen den Untergang wehren, aufpassen, dass nix passiert. Mutlos!
Leipzig war doch auch müde. Und die hatten grad einen dicken Nackenschlag bekommen. Wieso bauen wir die auf? Warum halten wir die nicht klein? Ging vorher doch auch die ganze Zeit, und zwar sehr sehr gut!

Abgesehen davon war Hakimi schon ziemlich platt. Ein frischer Spieler für die Offensive hätte vermutlich mehr Wirkung gehabt, wäre zumindest aber ein anderes Signal gewesen. Denn auch Leipzig hätte sich ja um den kümmern müssen.

Auch das stimmt nicht. Hakimi hat vorne noch einige Sprints gemacht. Mir fallen spontan Szenen ein, wo er direkt mal 3 Leute angerannt ist und die, die in Reus‘ Chance mündete.

Das Problem war eher, dass es keine Alternative zu Brandt gab, der in der zweiten Halbzeit merklich abgebaut hat. Da haben die Verletzungen von Witsel und Delaney heute richtig weh getan. Dahoud kannst du halt gar nicht mehr bringen und Götze hat er das in der Situation scheinbar nicht zugetraut.


Die Spieler gingen alle auf dem Zahnfleisch. Man hätte fast alle mit gutem Grund auswechseln können, so wie die gekämpft haben.
Viele haben geschrieben, dass man Dahoud, Götze, JBL und Paco ja wohl nicht bringen konnte. Ehrlich? Sind die alle so schlecht, dass es nicht mal für 19 Minuten gegen einen ausgepowerten Gegner reicht?

Ich weiß gar nicht, wieso unsere Spieler hier bei so vielen Leuten so furchtbar schlecht wegkommen.

Dahoud und JBL sind momentan einfach keine Faktoren. Dahoud kannst du meiner meiner nach nur noch für 15 Minuten bei 5:0 Führung bringen, um ihn ins Schaufenster zu stellen.

Und ganz ehrlich: die Wechsel passierten bei 3:2 Führung bzw. bei 3:3 - nicht bei 0:2 Rückstand! Dass man da jetzt nicht alle taktischen Vorgaben wegschmeißt, ist doch absolut nachvollziehbar.

Ich gehe soweit mit zu sagen, Götze oder Paco als dritten Wechsel zu bringen, wäre sicher diskutabel gewesen.

Trotzdem geht der Verlust der 2 Punkte heute sicher nicht auf Favres Konto.


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