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Es gab keine Sitzung (BVB)

Schnippelbohne, Bauernland, Samstag, 23.11.2019, 20:50 (vor 2475 Tagen) @ Schulten Manni


Nein! Vater und Sohn können privat ein gutes Verhältnis haben. Ohne offizielle Funktion haben sie in vielen vielen Job keinerlei Legitimation, ihre Angestellten Väter - aufgrund von Verwandtschaft - in Irgendeiner Weise operativ zu beraten. In vielen Fällen verbietet sich das schon die Vertraulichkeit. Neudeutsch fällt das alles unter Compliance: Watzkes Sohn kann seinen Vater ohne Amt zum Stadion fahren oder ihm nach so nem Spieltag „scheiß drauf“, „wird schon wieder“ sagen oder ne Runde PlayStation spielen. Er kann ihm - wie im Spiegel beschrieben - auch Beiträge in den sozialen Medien zeigen. Er hat seinen Vater in Fragen des operativen Geschäfts in keiner Weise zu beraten. Auch nicht für null Euro. Gar nicht. Das gilt übrigens nicht nur für Geschäftsführer, sondern für Millionen von Angestellten intern und Kindern. Die privates und berufliches ganz selbstverständlich trennen müssen.

Die Frage habe ich mir auch schon gestellt: Wenn der Sohn regelmäßig an Runden teilnimmt, in denen Interna besprochen werden, ohen dass er selbst ein Arbeitsverhältnis mit dem BVB hat, muss er mindestens eine Vertraulichkeitserklärung unterschrieben haben. Sonst kann man den BVB-Angestellten in diesen Runden Preisgabe von Betriebsgeheimnissen anlasten.
Nächster Punkt: Insidertrading. Da der BVB börsennotiert ist, darf man an Außenstehende keine potentiell kursbeeinflussenden Informationen weitergeben, um Insiderhandel vorzubeugen. Da sind wir dann sogar im Strafrecht, zumindest wenn diese Personen selbst mit BVB-Aktien handeln.


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