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Schlacke wird zum Schicksalspiel für Favre (BVB)

Litze, Donnerstag, 24.10.2019, 10:21 (vor 2407 Tagen) @ CHS

Ich fand die grundsätzliche Idee von Favre, hinten den Laden dicht zu machen, so dass Inter immer mehr aufmachen muss, um dann mit unseren schnellen Spielern gefährliche Konter zu laufen, grundsätzlich nachvollziehbar.

Leider hat uns Inter am Anfang des Spiels nicht den Gefallen getan und wirklich viel für ihr eigenes Offensivspiel getan. Dementsprechend gab es auch keine Kontermöglichkeiten. So kam es auch in den ersten 20 Minuten auf beiden Seiten zu keinen nennenswerten Strafraumszenen, sondern beide Mannschaften haben sich egalisiert.

Als dann durch einen Fehler von Schulz das 1:0 gefallen ist, war die Taktik von Favre leider für die Tonne.

Richtig war es sicherlich, dass man nach dem 1:0 nicht anfängt, Powerfußball zu spielen, und hinten offen macht. Durch seine Wechsel, hat Favre meiner Meinung nach richtigerweise das Risiko stückchenweise erhöht.

Durch die Einwechslung von Bruun Larsen und die Umstellung auf eine Viererkette, ist es uns dann zumindest in Ansätzen auch gelungen, Torchancen zu kre­ie­ren. Gleichzeitig ist Inter jedoch immer wieder zu gefährlichen Kontern gekommen, die dann zum Elfmeter und kurze Zeit später zum tötlichen 2:0 führten.

Das Problem ist, und da mache ich Favre durchaus einen Vorwurf, dass es der Mannschaft nicht gelingt, gegen Gegner, die den Strafraum zustellen und dafür Lücken auf den Flanken zulassen, Lösungen zu finden. Spielen wir gegen Mannschaften, die auch was für die Offensive tun, gelingt es uns durchaus Tore zu schießen. Sobald aber in der Mitte Beton angerührt wird, haben wir keine Lösungen.

Derzeit sind bis auf Hummels alle Neuzugänge eine Enttäuschung. Dabei verfügen alle drei Spieler durchaus über Qualität. Hinzu kommt, dass Sancho, Reus, Witsel, Akanji etc. allesamt ebenfalls in einem Formtief stecken. Und das kann dann nicht nur an den Spielern liegen, sondern vielleicht auch einfach daran, dass die Taktik (die per se nicht schlecht sein muss), nicht zu dem Spielermaterial passt. Insoweit hat man dem Trainer entweder die falsche Mannschaft hingestellt oder den falschen Trainer für die Mannschaft geholt.

Da man derzeit nur den Trainer wechseln kann, führt das zu dem Problem, dass man einen Trainer finden muss, der zu dieser Mannschaft passt. Deswegen halte ich einen Trainerwechsel während der Saison immer nur für eine Notlösung. Solange die Mindestziele nicht in Gefahr sind, sollte man daher mit dem Trainer die Saison zu Ende spielen und sich in der Sommerpause neu ausrichten.

Mindestziel für den BVB muss es aber sein, in der Liga ungefährdet einen CL-Platz zu erreichen und in der CL zu überwintern.

Bei einer Niederlage gegen Blau wären beide Ziele in Gefahr und der Zeitpunkt für einen Trainerwechsel wohl bei dem aktuellen Spielplan am günstigsten. Ich sehe daher das Spiel gegen Schlacke als ein Schicksalspiel für Favre, mit hoffentlich gutem Ausgang.


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