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Folter (BVB)

LBKS2007, Donnerstag, 24.10.2019, 10:05 (vor 2407 Tagen) @ CHS

Ich war gestern um Minute 50 bis 60 drauf und dran auszuschalten.
Ich konnte es mir eigentlich nicht mehr ansehen.
Das ist grauenhaft und unwürdig. Es tut mir weh.
Ja, ich meine das ernst. Es tut mir beim zusehen einfach weg.
Hätte ich es mal lieber gemacht, mir fehlte da schon jedwede Hoffnung auch nur auf einen Lucky Punch, geschweige denn ein spielerisches Aufbäumen.
Wenn da ein fußballerischer Plan hinterstecken soll, dann ist es entweder der falsche Plan für diese Mannschaft oder die falsche Mannschaft für diesen Plan.

Und das geht seit Wochen so.

So wie uns Inter gestern über 90 Minuten eingelullt hat, so lullen wir uns hier selbst schon über Wochen ein. Und es wird und wird nicht besser.
Dann kommen wieder einige Optimisten die mit Favre in die gleiche Kerbe der Geduld schlagen. Glaubt mir, das wird ein Schrecken ohne Ende.

Ich habe mich gestern schon zum Thema Bayern unter einem Beitrag von Will Kane geäußert, als es weitestgehend einheitlich hieß, die Bayern seien schwach wie nie zuvor und dieses Jahr wäre unsere Chance. Nein. Eben nicht.

Erstens weil Bayern gestärkt aus solchen Phasen hervorgeht und zweitens weil wir das Gegenteil tun. Wir stagnieren, wir kommen von der Bahn ab. Die Bayern haben ein Jahrzehnte überdauerndes Selbstverständnis die Nummer 1 zu sein. Wir hätten das vor der Saison auch gern entwickelt. Aber bei uns passt nichts zusammen. Unser ach so breiter und tiefer Kader wird ständig durcheinander gewürfelt, die Spieler müssen sich ständig neu orientieren. Akanji rechts, Weigl Innenverteidigung, Brand als falsche 9 oder was auch immer das gestern darstellen sollte. Einwechslung Dahoud, dann JBL. Hakimi mal defensiv, mal offensiv. Das wirkt verzweifelt und improvisiert.

Und das ist zu 100% dieser Spiel"idee" geschuldet, die überhaupt nicht zu unserem Personal und der Situation passt. Die Mannschaft ist unsicher und sträubt sich mit allem was sie hat. Das sieht ein Blinder. Wir hatten eine komplette Vorbereitung Zeit, davon ist nichts zu sehen. Die Spieler brauchen Gewohnheit, Sicherheit, Selbstvertrauen.

Und so kommt es zu dieser Unruhe und Unzufriedenheit. Und ich mag mich einfach nicht weiter gedulden wenn ich weiß, dass am Ende der Misserfolg resultiert.

Ich hoffe auf ein baldiges Ende von Favres Amtszeit.


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